Hepatitis A-Impfung mit "Vaqta" nicht sicher wirksam
Das Gesundheits- und Veterinäramt der Landeshauptstadt Magdeburg weist erneut auf den mangelnden Langzeitschutz von Impfstoffen gegen Hepatitis A hin. Dies betrifft die Impfstoffe "Vaqta" und "Vaqta K" (für Kinder) der Pharmafirma Aventis Pasteur MSD. Bei diesen Produkten kann ein Langzeitschutz von 10 Jahren nicht garantiert werden, teilte das Pharmaunternehmen im Rahmen einer Rückrufaktion mit.
Wer seit 1996 mit "Vaqta" oder "Vaqta K" geimpft wurde, möchte sich bitte mit seinem zuständigen Impfarzt in Verbindung setzen. Das Datum der Hepatitis A-Impfung und der Name des verwendeten Impfstoffes sind im Impfausweis vermerkt.
Betroffene, die einmal mit "Vaqta" geimpft wurden, bekommen dann zusätzlich einen wirkungsvollen Impfschutz. Bei bereits zwei erfolgten Impfungen mit "Vaqta" wird der Impfschutz durch einen Bluttest überprüft. Bei beiden Varianten entstehen keine Kosten.
Für die Nachimpfungen und die Bluttests bietet das Gesundheits- und Veterinäramt Magdeburg folgende Sprechzeiten an:
Montag, Dienstag und Donnerstag von 08:00 bis 11:30 Uhr
Mittwoch von 09:00 bis 11:30 Uhr
Die Impfzentrale des Amtes befindet sich im Zimmer 408 in der Lübecker Straße 32.
Hintergrund:
Bereits Mitte Dezember des vergangenen Jahres hatte das Gesundheitsamt auf den mangelnden Langzeitschutz der beiden Impfstoffe hingewiesen. Bislang haben sich aber erst 80 Betroffene gemeldet, obwohl im Gesundheits- und Veterinäramt der Landeshauptstadt seit 1996 etwa 1.500 "Vaqta"-Dosen verimpft wurden.
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