OB Dr. Trümper nahm Spende für Reparatur der Hubbrücke entgegen
Magdeburg.
"Grundsätzlich ist die Landeshauptstadt Magdeburg bereit, sich an den Kosten für eine Reparatur der Hubbrücke zu beteiligen, damit sie als Fuß- und Radverbindung in den Rotehornpark wieder genutzt werden kann", erklärte Magdeburgs Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper heute bei der Entgegennahme einer Geldspende für die Brückenreparatur.
Die notwendigen Instandsetzungsarbeiten an der Hubbrücke, die derzeit wegen defekter Spindeln angehoben und deshalb nicht begehbar ist, muss durch die Bahn AG, die Eigentümerin des Bauwerks ist, in Auftrag gegeben und finanziert werden. "Maximal 40.000 DM kann die Landeshauptstadt aus den Mitteln zur Instandsetzung und Instandhaltung von Kulturdenkmalen zur Finanzierung beisteuern", beziffert OB Trümper den finanziellen Spielraum.
Er wird durch die Spende des Präsidenten des Landesverbandes der Bauindustrie Sachsen-Anhalts, Dr. Wilfried Peters beträchtlich erweitert. Immerhin 9.000 DM kamen bei der Sammlung, die der Präsident aus Anlass seines 60. Geburtstages initiiert hatte zusammen. "Dies ist ein schönes Beispiel für bürgerschaftliches Engagement zugunsten unserer Stadt, das ich gern zur Nachahmung empfehle", freut sich Magdeburgs OB über die Idee, die Reparatur der Hubbrücke auf diesem Weg zu beschleunigen.
Die Hubbrücke -
Geschichte, technische Daten, aktuelle Situation
Als Sieben-Pfeiler-Brücke entstand der 215 m lange Brückenzug 1846 im Zusammenhang mit der Eröffnung der Magdeburg-Potsdamer-Eisenbahn.
1890 erfolgte die Umgestaltung zur Drehbrücke, 1912 zur Hubbrücke.
Ihr heutiger Zustand als Vier-Pfeiler-Brücke existiert seit 1934 und ist auf den Umbau zur seinerzeit größten Hubbrücke Europas zurückzuführen. Damals schien eine Verbesserung des Schifffahrtsweges angesichts des neuen Mittellandkanales notwendig. Die neuen Brückenteile fertigte und montierte das MAN Werk Mainz Gustavsburg. Die elektrische Ausrüstung lieferten die Siemens-Schuckert-Werke.
Der aushebbare Teil der Brücke hat eine Spannweite von 90 m und wiegt 400 t. Mit Hilfe einer elektrisch betriebenen Welle kann das Mittelteil innerhalb von fünf Minuten um 2,87 m angehoben werden.
Die Elbbrücke blieb im 2. Weltkrieg unbeschädigt . Sie dient heute ausschließlich als Fußgängerbrücke zwischen dem Klosterbergegarten und dem Stadtpark Rotehorn. Neben dem Schiffshebewerk Rothensee ist die Hubbrücke ein weiteres wichtiges Dokument der Ingenieurbaukunst in Magdeburg.
Die Hubbrücke ist Eigentum der Bahn AG.
Bei ihrer Sanierung 1992 erhielt die Hubbrücke neue Spindeln, um die Brücke über einen Elektromotor nach oben zu heben oder zu senken. Im vergangenen Jahr kam es zu einem technischen Defekt an den Spindeln, der unter anderem durch die Zunahme des Schiffsverkehrs auf der Elbe verursacht wurde. Eine Reparatur ist dringend erforderlich und muss durch den Eigentümer, die Bahn AG, veranlasst werden.
Aufgrund der Bedeutung des Bauwerkes für den Fußgänger- und Radverkehr zwischen Buckau und dem Rotehornpark ist die Stadt Magdeburg bereit, sich mit maximal 40.000 DM (20.451 Euro) an der Reparatur des bedeutenden Kulturdenkmals zu beteiligen.
Diese Gelder können über die kommunale Richtlinie der Landeshauptstadt Magdeburg zur Gewährung von Zuwendungen für die Instandsetzung und Instandhaltung von Kulturdenkmalen zur Verfügung gestellt werden. Diese Fördergelder kann die Stadt aber nur auf Antrag des Eigentümers bewilligen.
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