Weitere Ampeln mit akustischer Signalisierung gefordert
Blinde und Sehbehinderte benötigen "piepende" Lichtsignalanlagen
82 der fast 200 ampelgeregelten Kreuzungen und Übergänge der Landeshauptstadt verfügen bisher über eine zusätzliche akustische Signalisierung für Blinde und Sehbehinderte. Diese kann durch Betätigung eines Anforderungsschalters ausgelöst werden, so dass bei "grün" ein Piepton "freie Bahn" signalisiert. Den Ampelmast selbst finden die Betroffenen, in dem sie sich an Hand eines ständig tackenden Tongebers orientieren.
Zuletzt haben Mitarbeiter des Tiefbauamtes u. a. die Knoten Westring/Liebknechtstraße und Gr. Diesdorfer Str./Beimsplatz so umgerüstet.
Der Behindertenbeauftragte Hans-Peter Pischner traf sich jetzt mit selbst betroffenen ehrenamtlichen MitarbeiterInnen des Blinden- und Sehbehinderten-Verbandes, um die Erfordernisse weiterer derartiger Lichtsignalanlagen zu beraten. Dabei wurden an Hand einer Aufstellung des Tiefbauamtes besonders dringliche Nachrüstungen herausgefiltert.
Nach Meinung der Blinden und Sehbehinderten sollten vor allem einige häufig begangene zentrale Knoten und Übergänge akustisch signalisiert werden, darunter die Übergänge Olvenstedter Graseweg/Florapark, O.-v.-Guericke-Str./Virchowstraße, Erzberger Str./Krökentor und Albert-Vater-Str./Robert-Koch-Str.
Die bei der Beratung erarbeitete Prioritätenliste wird dem zuständigen Sachgebiet des Tiefbauamtes mit der Bitte zugeleitet, sie bei der Realisierung weiterer akustischer Ampeln im Jahr 2002 zu berücksichtigen.
Die Nachrüstung von LSA mit Signalgebern kann jedoch nur schrittweise erfolgen, da die Kosten je Übergang ca. 5.000 € betragen können.
Weitere Informationen: Behindertenbeauftragter Herr Pischner, Telefon 540 2342
Tiefbauamt, Abteilung Verkehrsanlagen, Herr Fricke, Telefon 540 5409
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