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Schulreform: "Solidarische Diskussion und das bestmögliche Ergebnis für alle


Landrat Bramlage erläutert die "Ideenskizze der Kreisverwaltung"
05. Februar 2002

Leer -"Unsere Ideenskizze zur Schulreform ist kein Wunschkatalog. Es geht uns darum, frühzeitig eine Diskussionsgrundlage zu den Auswirkungen der Schulreformpläne des Landes zu liefern, um in einer sachlichen, aber solidarischen Diskussion das Bestmögliche für alle Gemeinden im Landkreis Leer herauszuholen". Das betont Landrat Bernhard Bramlage ergänzend zur Beratung im Kreisschulausschuss am Montag dieser Woche. Er sei bereits im Vorfeld dafür eingetreten, dass die Schulreform den besonderen Bedingungen in Ostfriesland und der Fläche Rechnung tragen müsse. Das erfordere flexible Regelungen, garade im Interesse der kleineren Gemeinden. Für dieses Ziel werde er auch weiterhin eintreten und hoffe dabei auf die Unterstützung der Abgeordneten.

Missverstanden worden sei die Diskussion offenbar im Zusammenhang mit dem Schulstandort Jemgum. Dort gebe es bislang die Orientungsstufe und eine Hauptschule. Die vom Land geplante schulformabhängige Förderstufe gefährde ohne die gleichzeitge Festlegung von Schuleinzugsbereichen den Standort Jemgum, da mit erheblichen Abwanderungen schon in den Jahrgängen 5 und 6 nach Leer zu rechnen sei. Wenn es bei dieser Planung des Landes bleibe, müsse reagiert werden. Deshalb sehe das Diskussionspapier der Kreisverwaltung die Einrichtung einer kooperativen Haupt- und Realschule mit vorgeschalteter Förderstufe vor, die zur eigenen Stärkung mit dem Schulzentrum Bunde koopieren könne.

Bramlage betont, in der ganzen Diskussion sei man abhängig von den Beschlüssen des Landes. Von dort gebe es aber noch keine endgültigen Vorgaben. Deshalb habe man das Papier auf der Grundlage dessen erarbeitet, was bislang als Entwicklung erkennbar sei. Die Diskussion darüber schaffe zwar Unruhe, könne aber dazu beitragen, dass frühzeitig Möglichkeiten und Unzulänglichkeiten der Landesplanungen erkennbar würden. Dies sei besser, als vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden und erst dann die Auswirkungen zu prüfen.

Bramlage betont noch einmal, von welchen Gedanken sich der Kreis bei seinen Überlegungen habe leiten lassen: Das seien die wohnortnahe Errichtung von Förderstufen für die Klassen fünf und sechs, die Verdichtung des gymnasialen Angebotes im ländlichen Bereich, die Ausnutzung vorhandener Schulräume und weitgehende Vermeidung von Neubauten, die Ausweitung des Angebotes an kooperativen Schulformen und die Errichtung von zwei Förderstufen in der Stadt Leer.

Pressekontakt: Landkreis Leer, Pressestelle: Dieter Backer

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