Bocholt, 13. Februar 2002
Freistehendes Einfamilienhaus wird von Häuslebauern in spe favorisiert
Baulandnachfrage im Ausschuss für Planung und Bau vorgestellt/Erhöhter Beratungsbedarf bei Finanzierung
Bocholt (pd).
"Der Markt mit Wohnbaugrundstücken in Bocholt ist ruhig, und wir sind mit unserem Angebot gut platziert. Es besteht keine Sorge, dass große Wohnungsnot ausbricht." Dieses Fazit zog Bernd Becker, Fachbereichsleiter für Grundstücks- und Bodenwirtschaft bei der Stadt Bocholt, im jüngsten Ausschuss für Planung und Bau bei der Vorstellung der Baulandnachfrage in Bocholt. Diese wurde mittels eines Fragebogens, der von bauwilligen Bewerbern ausgefüllt wurde, ermittelt (Stand: 1. Februar 2002). Becker stellte ferner fest, "dass ein Bewerberkreis mit höherem Beratungsbedarf auftritt." Bei 44 % der Bewerber ist bereits Eigentum vorhanden – das entspricht einer Steigerung von 9 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. "Bei diesem Bewerberkreis geht es nicht um Versorgung, sondern um Optimierung", so Becker.
Insgesamt lagen im Jahr 2001 531 Bewerbungen vor (Vorjahr: 517), wobei 344 (59 %) angaben, kurzfristig, d.h. in den nächsten beiden Jahren mit dem Bau beginnen wollen. 34 % planen mittelfristig in den nächsten 3-5 Jahren, 7 % gaben eine langfristige Perspektive von 6-10 Jahren an.
Stadtnahe Lagen in Biemenhorst (23 %), Stenern (18 %) und Bocholt (17 %) sind die Favoriten der Häuslebauer in spe. In Stadtteilen wie Barlo, Liedern, Spork, Suderwick (alle 1 %) und Hemden (2 %) besteht hingegen derzeit kaum Bedarf.
Bei 58 % jener Bewerber, die in den nächsten 2 Jahren mit dem Bau starten wollen, ist die Finanzierung des Vorhabens noch nicht geklärt. Diese Quote ist im Vergleich zum Vorjahr (39 %) erheblich gestiegen. "Hier ist Aufklärung geboten, besonders über die Inanspruchnahme von öffentlichen Mitteln", sieht Becker Beratungsbedarf. Die geplante Investitionssumme der Mehrheit dieses Bewerberkreises liegt bei 351.000 bis 500.000 DM (63 %). 23 % der Bewerber planen mit einer Summe bis 350.000 DM, 14 % rechnen mit Kosten von über 500.000 DM. 44 % dieser kurzfristig planenden Bauherren wünschen sich eine Grundstücksgröße bis 400 qm bei einer Wohnfläche bis 150 qm (81 %), bevorzugt freistehend (54 %). Eine Doppelhaushälfte favorisieren 27 %. Die Bereitschaft, ökologische Aspekte beim Bau zu berücksichtigen, zeigten 66 %.
Insgesamt wurden im Jahr 2001 230 Wohnbaugrundstücke verkauft (davon städtisch: 77). Im Jahr 2000 lag der Wert bei 325 Wohnbaugrundstücken (112 städtisch). 71 Verkäufe sind zunächst für das laufende Jahr 2002 geplant, wobei Stenern (31), der junge Stadtteil Feldmark (27) und Biemenhorst (10) die bevorzugten Lagen bilden. Der Trend, so Becker, gehe trotz relativ teurer Grundstückspreise z. B. in Stenern nicht zur Doppelhaushälfte, sondern zum freistehenden Einfamilienhaus.
Tipp für potenzielle Bauherren: Falls Sie Interesse an einem Wohnbaugrundstück in Bocholt haben, informieren Sie sich doch einfach online unter www.bocholt.de.