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Schulreform: Landrat und Abgeordnete mit Ministerin im Gespräch

19. Februar 2002

Landkreis Leer -Die bisher bekannt gewordenen Pläne einer Schulreform in Niedersachsen berücksichtigen nicht genügend die Anforderungen der Fläche, und es gibt für zwei Schulstandorte im Landkreis Leer besondere Probleme. Darauf haben Landrat Bernhard Bramlage und die Landtagsabgeordneten Helmut Collmann und Anton Lücht in einem Gespräch mit Kultusministerin Renate Jürgens-Pieper und einem leitenden Beamten des Ministeriums hingewiesen. Bramlage sagte der Ministerin, er habe den Eindruck, dass zu viele Lösungsansätze von Ballungszentren her definiert würden und die konkreten Folgen für die Fläche dabei nicht genügend bedacht worden seien.

Im Einklang mit den Landtagsabgeordneten habe er darum zunächst auf wichtige Gesichtspunkte für alle Schulstandorte in der Fläche hingewiesen. Dazu gehöre, dass die Schülerbeförderung nicht ausgeweitet werden dürfe. Das sei nicht bezahlbar und könne vor allem auch den Kindern nicht zugemutet werden. Für die Schulträger sei zudem wichtig, dass bei demnächst sinkenden Schülerzahlen durch die Schulreform nicht noch groß angelegte Bauprogramme ausgelöst werden dürften. Zur gleichmäßigen Auslastung der vorhandenen Schulräume seien Einzugsbereiche unerlässlich. Und schließlich müsse bei den anstehenden Veränderungen der Schullandschaft den Schulträgern und den Schulen Flexibilität durch eigene Entscheidungsspielräume zugestanden werden.

Ausdrücklich begrüßt haben alle Gesprächsteilnehmer die Ausweitung des gymnasialen Angebots in der Fläche. Bei ersten Überlegungen zur Umsetzung der geplanten Veränderungen seien Probleme an zwei Standorten besonders deutlich geworden. Für den Schulstandort Jemgum habe er im Gespräch mit der Ministerin den Eindruck gewonnen, dass sein Vorschlag auf Erweiterung des Angebotes um einen Realschulzweig zur Vermeidung einer Standortgefährdung auf Zustimmung gestoßen sei, so Landrat Bramlage. Für Ostrhauderfehn und Rhauderfehn werfe die Schulstrukturreform erhebliche Probleme auf und stelle bisherige Planungen in Frage. Dazu sei vereinbart worden, dass die Entwicklungsperspektive für Ostrhauderfehn und Rhauderfehn sehr bald Gegenstand weiterer Gespräche sein solle.

Pressekontakt: Landkreis Leer, Pressestelle, Dieter Backer

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