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Magdeburg, 06. März 2002
Neues Tierheim soll am Thauberg entstehen

Magdeburg. Nach vertiefter Prüfung von sieben der 23 vorgeprüften Standorte hinsichtlich ihrer Eignung für den Neubau des Städtischen Tierheimes ist nach Ansicht der Verwaltung weiterhin der Standort Thauberg/verlängerte Königstraße in Ottersleben am besten geeignet. Eine entsprechende Drucksache, die gestern in der wöchentlichen Dienstberatung des Oberbürgermeisters bestätigt wurde, schlägt das Grundstück in unmittelbarer Nähe der Deponie Hängelsberge als neuen Standort des Tierheimes vor. Nach Beratung in den Ausschüssen muss der Stadtrat abschließend entscheiden.

"Nach Auswertung der eingeholten Gutachten und Abwägung aller Vor- und Nachteile schlägt die Verwaltung weiterhin den Thauberg als am besten geeigneten Standort für den notwendigen Neubau eines Tierheimes vor", fasst die Beigeordnete für Jugend, Gesundheit und Soziales, Beate Bröcker, die Ergebnisse der erneuten Standortuntersuchungen zusammen. "Das Lärmschutzgutachten weist den Standort als geeignet aus, das Grundstück befindet sich im Eigentum der Stadt und ist kurzfristig bebaubar und ein Neubau an diesem Standort ist am wirtschaftlichsten, weil die Erschließungskosten im Vergleich mit allen anderen geeigneten Standorten am niedrigsten sind", begründet die zuständige Beigeordnete die Gründe für die Präferierung des Areals in Ottersleben.

Als für den Tierheim-Neubau "bedingt geeignet" hat die Verwaltung die untersuchten Grundstücke im Hohendodeleber Weg, in Rothensee (ehemalige Spaltanlage) und im Glindenberger Weg beurteilt. "Diese Grundstücke befinden sich jedoch entweder nicht im Eigentum der Stadt oder sind aufgrund langfristiger Nutzungsverträge nicht verfügbar. Außerdem sind die Kosten für Erschließung und Verkehrsanbindung recht hoch, teilweise muss erst Baurecht geschaffen werden und die Grundstücke in Rothensee sind mit Altlasten verseucht," skizziert Beate Bröcker die Nachteile der Standorte, die die Lärmschutzprüfung ebenfalls bestanden haben. Als "nicht geeignet", weil die Grenzwerte hinsichtlich der Lärmimmissionen überschritten werden, hat die Verwaltung die Grundstücke "Großer Kannenstieg", "Großer Silberberg" und "SKL-Deponie/Westerhüser Park/Holsteiner Straße" eingestuft.

Bereits im Mai 2001 hatte die Verwaltung den Ottersleber Thauberg für den dringend benötigten Neubau eines Tierheimes vorgeschlagen. Damals waren insgesamt 23 Standorte innerhalb des Stadtgebietes in Bezug auf ihre Eignung vorgeprüft worden. In seiner Sitzung am 10. Mai stimmte der Stadtrat der Errichtung eines neuen Tierheimes im Grundsatz zu und bestätigte den Kostenrahmen von 7,41 Mio. DM. Zugleich beauftragte er die Verwaltung, vor einer endgültigen Entscheidung für mindestens drei Standorte Lärmgutachten vorzulegen.

Daraufhin wurden folgende Standorte geprüft und gutachterlich untersucht: 1. Großer Kannenstieg 2. Holzweg nördlich des Floraparkes (Gewerbegebiet Großer Silberberg) 3. SKL-Deponie/Westerhüser Park/Holsteiner Straße 4. Thauberg 5. Westlicher Endpunkt des Hohendodelebener Weges (Junkersberg) 6. Gelände der ehemaligen Spaltanlage Rothensee 7. Glindenberger Weg

Prüfkriterien waren neben der Lärmbelastung auch die Verfügbarkeit des Grundstückes, notwendige Erschließungsmaßnahmen und deren Kosten sowie die baurechtliche Eignung für ein Tierheim. "Nach Abwägung aller Vor- und Nachteile der untersuchten Flächen kommen wir zu keinem neuen Ergebnis", begründet Beate Bröcker die Vorzugsvariante der Verwaltung. "Angesichts der schwierigen finanziellen Situation unserer Stadt halten wir es für geboten, dem Stadtrat den Standort als erste Priorität vorzuschlagen, der nicht nur den gesetzlichen Vorgaben zum Lärmschutz genügt, sondern darüber hinaus am kostengünstigsten ist."

Die tierschutzgerechte Sicherung und Unterbringung von Fund-, Unterbringungs- und Abgabetieren sowie von herrenlosen Tieren, die die öffentliche Ordnung stören, gehört zu den Pflichtaufgaben der Kommune. Der Neubau eines Tierheimes für die Landeshauptstadt Magdeburg ist notwendig geworden, weil das derzeit in der Rothenseer Straße betriebene Tierheim zu klein geworden ist und künftig nicht mehr den gesetzlichen Bestimmungen zur Haltung von Tieren entspricht. Da das jetzige Tierheim zudem von Wohngrundstücken umgeben ist, ist eine Erweiterung aufgrund der Grundstücksverhältnisse und der Lärmimmissionen nicht möglich.

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Stadt Magdeburg
Frau Dr. Cornelia Poenicke
Büro des Oberbürgermeisters
Teamleiter Öffentlichkeitsarbeit und Bürgeranliegen, Pressesprecherin
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