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Frauenfilmforum mit "Jetzt oder nie" - Zeit ist Geld

Borken - 08. März 2002. Das Frauenfilmforum zeigt am Dienstag den Film "Jetzt oder nie" - Zeit ist Geld. In Zusammenarbeit mit der Gleichstellungsstelle der Stadt Borken, der Arbeitsgemeinschaft Frauenfilm Borken und der VHS läuft der Film im Kino Center Borken ab 20.30 Uhr.

Soviel zum Inhalt: Mit 80 hat man noch Träume. Zum Beispiel von einer Seereise. Diesen Traum wollen sich Carla und ihre zwei Freundinnen unbedingt erfüllen. Es sprechen jedoch zwei Gründe gegen dieses Vorhaben: Zum einen tickt die biologische Uhr, gerade für die an Krebs leidende Carla (Gudrun Okras) könnte jeder Tag der letzte sein. Zum anderen sind die finanziellen Voraussetzungen alles andere als günstig. Das rüstige Rentnerinnen-Trio hält sich zwar mit Schmalspurgaunereien über Wasser, aber um aufs Wasser zu kommen, bedarf es mehr. Eisern trägt man Mark um Mark zusammen, bis schließlich über 10.000 DM der Einzahlung harren. Als man zur Tat schreitet, passiert das Unglaubliche: Bankräuber erleichtern die Filiale um die Einnahmen, inklusive des Geldes der Seniorinnen. Was tun? Für das erneute Auffüllen des Sparstrumpfs reicht die Zeit nicht mehr aus, das Geld muss auf weniger legalem Weg beschafft werden.

Folgerichtig berät man sich mit dem inhaftierten Meister-Panzerknacker Krämer (Til Schweiger), genannt "Die Spinne". Der ist, was das Vorhaben von Carla, Meta (Christel Peters) und Lilli (Elisabeth Scherer) angeht, eher skeptisch: Für Banküberfälle muss man geschickt, schnell und vor allem jünger sein! Die Damen sehen das anders. Es kommt, wie es kommen muss: Der erste Überfall bringt trotz bedingungslosen Einsatzes schlappe 2.700 DM - zu wenig für eine Kreuzfahrt zu dritt! Also das Ganze noch einmal von vorn: Dank eines Tipps wissen die verhinderten Bankräuberinnen, dass am Tag X die Tresore mit einer halben Million Mark gefüllt sind. Wie das Schicksal so spielt, endet auch der zweite Überfall ganz anders, als geplant....

"Jetzt oder nie - Zeit ist Geld"

ist ein großer Spaß, buchstäblich ohne Altersbeschränkung. Regisseur Lars Büchel hat eine hoch komische Geschichte inszeniert, in der ohne falsche Sentimentalität über Alter und Tod reflektiert wird. So bringen die drei Ladies nicht nur die Bilanzbuchhaltung, sondern auch den Hormonhaushalt manches Mannes durcheinander.

Das die Übung gelingt, ist der Verdienst der drei Hauptdarstellerinnen, die im Film rund 230 Jahre Lebenserfahrung repräsentieren. Sie deswegen zum alten Eisen zu zählen, wäre fatal - schließlich hat seit den "Reservoir Dogs" kein Bandenmitglied mehr eine Sonnenbrille lässiger getragen als die greisen Ganovinnen.


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