Wichtige Bauvorhaben in Magdeburg abgeschlossen
Jahresbilanz 2001 des Hochbauamtes
Magdeburg.
Das Hochbauamt der Landeshauptstadt Magdeburg hat eine positive Bilanz für das Jahr 2001 gezogen. "Wir haben im vergangenen Jahr eine Reihe wichtiger Bauvorhaben abgeschlossen", sagte der Leiter des Hochbauamtes Rüdiger Jahnel heute auf einem Pressegespräch in der Magdeburger Elbe-Schwimmhalle. Als Beispiele nannte er die neue Feuerwache Süd, die IGS Willi Brandt und die Ottonen-Ausstellung. "Allein in diese drei Bauvorhaben hat die Landeshauptstadt Magdeburg insgesamt mehr als 20 Millionen Euro investiert", so der Hochbauamtsleiter.
Im November konnte die neue Feuerwache Süd ihrer Bestimmung übergeben werden. Auf einer Fläche von etwa 12.500 m² entstand ein 3-geschossiges Gebäude, das mit modernster Technik ausgestattet ist. "Der Bau der Feuerwache Süd hat gezeigt, dass ein vorgegebener Kostenrahmen auch in der heutigen Zeit unterboten werden kann", betont der Amtsleiter. "Ausgehend von den Planungen im Jahr 1998 hat die Stadt bei diesem Vorhaben rund eine Million Euro eingespart. Der Bau hat etwa 8 Millionen Euro gekostet und wurde in der geplanten Zeit errichtet."
Abgeschlossen wurde im vergangenen Jahr auch die Rekonstruktion der Integrierten Gesamtschule (IGS) Willy Brandt. Baubeginn war hier im März 1998. Mit dem Einbau einer modernen Einzelraumentlüftungsanlage konnte im September letzten Jahres der dritte und letzte Bauabschnitt des Gesamtvorhabens beendet werden. Insgesamt wurden in die Sanierung der IGS Willy Brandt knapp 6 Millionen Euro investiert.
Einen großen Anteil am Erfolg der Ottonen-Ausstellung hat auch das Hochbauamt. "Unter unserer Regie wurden im Kulturhistorischen Museum zwischen November 1998 und August 2001 wichtige Voraussetzungen für die Ausstellung geschaffen", erklärt Rüdiger Jahnel. Dazu gehörten unter anderem die Restaurierung des Magdeburger Saals, der Umbau des Foyers und verschiedener Ausstellungsräume sowie der Einbau eines Fahrstuhles. In die gesamten Baumaßnahmen sind insgesamt knapp 6 Millionen Euro investiert worden.
Im Dezember 2001 wurde die integrative Kindertagesstätte in der Max-Otten-Straße dem Jugendamt zur Nutzung übergeben. Das Gebäude war zuvor für rund 2,6 Millionen Euro umgebaut worden. Die Sanierung wurde vom Land mit etwa 750.000 Euro gefördert. Damit steht der Magdeburger Bevölkerung neben der Kindertagesstätte in der Spielhagenstraße eine zweite von der Stadt komplett sanierte Kita zur Verfügung.
Neben den abgeschlossenen Vorhaben wurden im Jahr 2001 zahlreiche Baumaßnahmen fortgesetzt und neue Investitionen begonnen. Dazu gehören unter anderem das Freibad Olvenstedt, die integrative Kindertagesstätte in der Lumumbastraße, die Elbe-Schwimmhalle, die Berufsbildende Schule VIII und das Gesellschaftshaus.
Eine der wichtigsten Baumaßnahmen ist derzeit das Freibad Olvenstedt. "Die Arbeiten laufen planmäßig, so dass wir am 1. Juni eröffnen können", sagt der Leiter des Hochbauamtes und blickt damit auf das Baugeschehen in diesem Jahr. Zum Freibad Olvenstedt gehören ein Schwimmbecken, ein Nichtschwimmerbecken, ein Planschbecken, die Freiflächen mit Sandkästen und Volleyballfeld, ein Technik- und Sozialgebäude sowie ein Lärmschutzwall. Die Schwimmhalle Olvenstedt wird an die Badewassertechnik des Freibades angeschlossen.
Voraussichtlich im November 2002 wird die Sanierung der integrativen Kindertageseinrichtung Lumumbastraße abgeschlossen. Das Gebäude wird derzeit komplett saniert und bedarfsgerecht umgestaltet. Die funktionelle Aufteilung der Kinderbetreuungseinheiten bleibt im Wesentlichen erhalten. Zwischen den vorhandenen Baukörpern wird ein Neubau errichtet, in dem die Multifunktions-, Therapie-, Psychomotorik- und Aufenthaltsräume ihren Platz finden werden. Verschiedene Gestaltungselemente wie das Mittelgebäude und der Erschließungsgang, veränderte Fensteröffnungen und -formen sowie das Tonnendach werden das gesamte Gebäude nach Abschluss des Umbaus architektonisch aufwerten.
Die Komplettsanierung der Elbe-Schwimmhalle begann im vergangenen November. "Mit neuen technischen Anlagen wollen wir vor allem die Betriebskosten in der Schwimmhalle senken," beschreibt Rüdiger Jahnel ein Hauptziel der bis Ende nächsten Jahres andauernden Arbeiten. Insgesamt werden hier mehr als 10 Millionen Euro investiert. "Die gesamte Schwimmhalle wird nach ihrer Fertigstellung wieder ein attraktiver Anziehungspunkt für die Magdeburger sein", freut sich der Hochbauamtsleiter bereits heute.
Voraussichtlich im Juni dieses Jahres wird mit der Sanierung der Berufsbildenden Schule VIII begonnen. "Die Planungen dafür laufen seit November 2001. Für die gesamte Baumaßnahme kalkulieren wir einen Zeitraum von drei Jahren", so Rüdiger Jahnel.
Ein weiteres Beispiel für das derzeitige Baugeschehen in der Landeshauptstadt Magdeburg ist das Gesellschaftshaus in der Schönebecker Straße. Nach einer mehrjährigen Unterbrechung wurde die Sanierung im November 1999 fortgesetzt. Die Übergabe des Schinkelsaales wird voraussichtlich im letzten Quartal dieses Jahres möglich sein. Im Gesellschaftshaus sollen in diesem Jahr auch die Arbeiten für den 2. und 3. Bauabschnitt beginnen. "Der gesamte Gebäudekomplex als Baudenkmal des Klassizismus und Historismus soll ab dem Jahr 2005 als multifunktionales Kulturzentrum genutzt werden", informiert der Amtsleiter.
Das Hochbauamt ist auch für die Unterhaltung kommunaler Gebäude der Landeshauptstadt Magdeburg verantwortlich. Im vergangenen Jahr wurden dafür rund 15 Millionen Mark (7,67 Millionen Euro) ausgegeben. Hinzu kommen weitere Investitionen wie beispielsweise für Städtische Eigenbetriebe (SAB, FBM), für das Sanierungsgebiet Buckau, für die Stadtteilentwicklung in Cracau (Urban) und für die Wohnumfeldverbesserung im Neustädter Feld.
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