Erneut mehr Menschen gerettet
Jahresbilanz 2001 des Amtes für Brand- und Katastrophenschutz
Magdeburg.
"Die Einsatzkräfte der Magdeburger Feuerwehr haben bei Bränden, Havarien und Unfällen im letzten Jahr 316 Menschen gerettet und damit 31 mehr als im Vorjahr", zieht der Leiter des Amtes für Brand- und Katastrophenschutz Helge Langenhahn Bilanz für seinen Verantwortungsbereich. Bei den insgesamt 4.360 Einsätzen waren 32 Tote zu beklagen. Zwei der Opfer starben bei Bränden.
Die Zahl der Großbrände in Magdeburg ist weiter zurückgegangen. "Während die Feuerwehr im Jahr 2000 zu sechs Großbränden ausrücken musste, gab es im zurückliegenden Jahr drei entsprechende Einsätze", so Helge Langenhahn. Im Jahr 1999 waren noch zwölf Großbrände in der Elbestadt gezählt worden. Bei den Kleinbränden wurde im vergangenen Jahr ein Rückgang um 102 auf 762 registriert. "Dagegen ist die Zahl der so genannten Mittelbrände mit 37 konstant geblieben", erklärt der Amtsleiter zu der vorliegenden Bilanz. "Insgesamt wurden im Jahr 2001 in Magdeburg 884 Brände gezählt, von denen 82 bereits vor der Ankunft der Feuerwehr gelöscht werden konnten."
Im zurückliegenden Jahr wurde die Feuerwehr 2.408-mal zu Hilfeleistungen gerufen. Das sind 313 Einsätze dieser Art mehr als im Jahr 2000. "Die Hilfe unserer Tierfangbereitschaft wurde dabei mehr als 100-mal benötigt", bilanziert Helge Langenhahn. Außerdem wurden 185 Einsätze geleistet, um ausgelaufene Flüssigkeiten aufzunehmen. 320 Personen wurden von den Einsatzkräften der Feuerwehr aus einer persönlichen Notlage befreit.
Die Zahl der Fehlalarmierungen stieg gegenüber dem Vorjahr um 155 auf 1.068. "Der größte Teil davon sind blinde Alarme. Aber auch Fehlalarmierungen durch Brandmeldeanlagen treten immer häufiger auf und sorgten allein im letzten Jahr für 392 Einsätze", erläutert der Amtsleiter ein zunehmendes Problem. "Die Zahl der böswilligen Alarme ist dagegen stark zurückgegangen."
"Der Rückgang der Brände ist auch ein Ergebnis des aktiven Brandschutzes in Magdeburg, denn die Prävention ist ein Schwerpunkt unserer Arbeit", ergänzt Helge Langenhahn. "Die Anzahl der erfassten Objekte für den vorbeugenden Brandschutz ist im letzten Jahr auf 2.005 gestiegen. Zu unseren Aufgaben gehören aber auch brandschutztechnische Gutachten, Stellungnahmen und Überprüfungen".
"In diesem Jahr wird mit dem Bau eines neuen Feuerwehrhauses in Beyendorf-Sohlen begonnen", richtet der Amtsleiter einen Blick voraus. Außerdem wird das Amt für Brand- und Katastrophenschutz die Vorplanungen für die Errichtung eines weiteren Feuerwehrhauses am westlichen Stadtrand fortsetzen.
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