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Beginn der Arbeiten am Waldfriedhof
Borken - 18. März 2002. Die Stadtverwaltung teilt mit, dass mit den Bauarbeiten für die neue Friedhofshalle kurzfristig begonnen wird.
Die Baugenehmigung liegt seit Anfang des Monats vor. 95 % der Aufträge sind bereits vergeben. Fast alle 16 Gewerke gehen an Handwerker aus der heimischen Region. Nachdem die Submissionsergebnisse ausgewertet worden sind, ist der vorgegebene Kostenrahmen in Höhe von ca. 383.500 Euro (= 750.000,-- DM) nicht ganz einzuhalten. Nach dem derzeitigen Stand sind "haushaltstechnisch" zusätzlich 29.000 Euro bereitzustellen. Wie der Vorlage zur Ratssitzung zu entnehmen ist, wird das Hochbauamt im Rahmen der Bausausführung weiterhin das Ziel verfolgen, die vorgegebenen Summe dennoch nicht zu überschreiten. Dieses scheint auch durchaus möglich zu sein.
"Neben der Großsporthalle und dem Warenhaus am Kuhm wird mit dem neuen Waldfriedhof ein weiteres Großprojekt in Angriff genommen", so Pressesprecher Bernd Kemper.
Das Kernstück des Waldfriedhofes, der vom Marler Landschaftsarchitekten Prof. Pridik & Freese konzipiert worden ist, bildet eine kompakte kleine Friedhofshalle mit Nebenräumen. Das im südöstlichen Teils des Friedhofes aufgestellte Hochkreuz ist von allen Wegen aus gut sichtbar, so dass es gleichzeitig auch als Orientierungspunkt dient. Nur die Hauptwege der Anlage sind befestigt, um das Charakteristikum eines Waldfriedhofes deutlich werden zu lassen.
Die Planung sieht ein architektonisch angemessenes Gebäude vor, das vor allem Ansprüche an die Funktionalität erfüllen soll. In der Planungsphase hatten mehrere Gespräche mit den Vertretern der Kirchen und der örtlichen Bestattungsunternehmen stattgefunden. Die in diesen Sitzungen gemachten Änderungswünsche und Anregungen konnten fast vollständig berücksichtigt werden.
Die Aussegnungshalle bietet Platz für mehr als 100 Trauergäste. Der Dachüberstand der Halle bietet weiteren Trauergästen eine Unterstellmöglichkeit. Ein "Wandrücken" trennt die Funktionsräume vom Aussegnungs-Feierraum. Ihre Gestaltung "verzahnt" das Bauwerk im Gelände mit der Freiflächengestaltung. "Die Halle erhält eine zurückhaltend zeitgemässe Gestaltung und eine funktional schlichte Ausstattung. Die Materialwahl wird bestimmt vom Kriterium der Dauerhaftigkeit und der Wartungsfreiheit", so Franz Schlüter, planender Architekt vom städtischen Hochbauamt.
Der neue Waldfriedhof am Dülmener Weg wird voraussichtlich im Mai nächsten Jahres seiner Bestimmung übergeben. Zu diesem Zeitpunkt wird auch der Friedhof am Butenwall seine Aufnahmekapzität für neue Gräber erreicht haben. Nach kompletter Fertigstellung umfaßt das Areal am Dülmener Weg ca. 11 ha. Es ist geplant, den neuen Waldfriedhof in 3 Abschnitten zu erschließen.
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