Presseinformationen der Landeshauptstadt Magdeburg
 
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Magdeburg, 04. April 2002
Städtische Verkehrsinfrastruktur nachhaltig verbessert
Jahresbilanz 2001 des Tiefbauamtes

Magdeburg. Das Tiefbauamt der Landeshauptstadt Magdeburg hat im vergangenen Jahr 55,6 Millionen DM investiert. "Allein in den Neubau von Straßen flossen rund 33,2 Millionen DM", blickt der Leiter des Tiefbauamtes Thomas O'Gilvie auf das Jahr 2001 zurück. Für den Brückenbau setzte das Tiefbauamt mehr als 13 Millionen DM ein. Zur Erschließung städtischer Flächen für den Wohnungsbau wurden 4,2 Millionen DM verwendet. Rund 3,9 Millionen DM gab das Amt für neue Lichtsignalanlagen, Parkplätze und Parkstreifen, Lärmschutzwände sowie für Verkehrsleiteinrichtungen und die Straßenbeleuchtung aus. "Mit den Investitionen des vergangenen Jahres konnte die städtische Verkehrsinfrastruktur nachhaltig verbessert werden", bilanziert der Amtsleiter.

Für die gesamte bauliche Unterhaltung von Straßen, Wegen, Plätzen und Brücken in Magdeburg wurden aus dem Verwaltungshaushalt im vergangenen Jahr rund 13,2 Millionen Mark bereitgestellt und damit knapp 3 Millionen Mark weniger als im Vorjahr. "Von dieser Summe wurden auch die Wartung und Pflege städtischer Parkplätze, die laufende Wartung von Verkehrsleiteinrichtungen, Ampeln und der Straßenbeleuchtung sowie die Unterhaltung von Flussläufen und Entwässerungsgräben finanziert", erklärt Thomas O'Gilvie.

"Die Energiekosten für die Straßenbeleuchtung und die Ampelanlagen gingen um mehr als 850.000 DM auf rund 2,3 Millionen DM zurück", freut sich der Tiefbauamtsleiter über diese gesunkenen Ausgaben. "Die Reduzierung ist im Wesentlichen auf den Energiebündelungsvertrag zwischen der Landeshauptstadt Magdeburg und den Städtischen Werken Magdeburg (SWM) zurückzuführen. Die zur Durchsetzung der Haushaltssperre erforderlich gewordene Abschaltung von Teilbereichen der Beleuchtung am Magdeburger Ring erbrachte Einsparungen von etwa 60.000 DM."

Einnahmen

Das Tiefbauamt nahm im vergangenen Jahr rund 2,8 Millionen DM Nutzungsgebühren für städtische Parkplätze ein und damit rund 318.000 DM mehr als im Vorjahr. Weitere 1,05 Millionen DM wurden als Verwaltungsgebühren für Sperrgenehmigungen bei Baumaßnahmen sowie für Aufgrabegenehmigungen zum Verlegen von Leitungen eingenommen. Dazu wurden insgesamt 8.266 Kostenbescheide erstellt. Für die vorübergehende Sondernutzung von öffentlichem Straßenraum (z. B. Befahren von Geh- und Radwegen, Werbeaufsteller) bearbeitete das Tiefbauamt 1.837 Kostenbescheide über eine Gesamtsumme von 866.000 DM.

Straßenbau

Die Abteilung Straßenbau ist zuständig für die Instandhaltung und die Überprüfung der Verkehrssicherheit von rund 730 Kilometern Straßen und Wegen in Magdeburg. Dafür standen im vergangenen Jahr etwa 13,4 Millionen DM zur Verfügung. Zu den wichtigsten Baumaßnahmen in diesem Bereich zählten im Jahr 2001 die Errichtung von Parkplätzen und die Gestaltung von Fuß- und Radwegen in der Halberstädter Straße (1,8 Millionen DM), die Fahrbahnsanierung auf dem Magdeburger Ring zwischen Wiener Straße und Kirschweg (1 Million DM) sowie die abgeschlossenen Straßenbauvorhaben in der Immermannstraße (702.000 DM), der Goethestraße (Südseite, 674.000 DM) und in Beyendorf/Sohlen (890.000 DM). In das Radwegprogramm Salbke/Westerhüsen wurden 802.000 DM investiert. Die Mitarbeiter der Bauhöfe des Tiefbauamtes erbrachten bei Straßenbaumaßnahmen in Magdeburg Leistungen im Wert von rund 4,75 Millionen DM.

Zu den Aufgaben der Abteilung Straßenbau gehört auch die Unterhaltung von Brunnen und Pumpen sowie von Gewässern 2. Ordnung (Gräben und Vorfluter). Unter Trägerschaft des Tiefbauamtes wurden im Rahmen von Arbeitsbeschaffungs- und Strukturanpassungsmaßnahmen 4,9 Kilometer Gewässer in der Stadt saniert. Fertig gestellt wurde im vergangenen Jahr auch die Raubettmulde an der Tauben Elbe als Zuführungsgraben für den Adolf-Mittag-See. Die Kosten betrugen 57.800 DM.

Ein 114 Meter langer Abschnitt des Faulen Seegrabens nahe der Berliner Chaussee wurde saniert, ein 24 Meter langer Abschnitt des Eulegrabens in Alt Benneckenbeck erneuert. Darüber hinaus setzten die Mitarbeiter des Tiefbauamtes die Koordinierungen für die Erweiterung eines Teiches am Eulegraben fort, beseitigten aus dem Dorfteich in Alt Ottersleben mehrmals Müll und Algenbewuchs, warteten 99 Trinkwasserversorgungsbrunnen und bereiteten die Sanierung der Sülze in Buckau vor.

Verkehrsanlagen

Zu dieser Abteilung des Tiefbauamtes gehören die beiden Sachgebiete Straßenverkehrsbehörde/Verkehrsorganisation sowie Beleuchtung/Lichtsignalanlagen/Verkehrsleiteinrichtungen.

Straßenverkehrsbehörde, Verkehrsorganisation

"Die Mitarbeiter dieses Sachgebietes genehmigten im vergangenen Jahr unter anderem 3.117 Sondernutzungen und erteilten 3.676 Sperrgenehmigungen für Fahrbahnen, 461 verkehrsbehördliche Anordnungen sowie 59 Ausnahmegenehmigungen für Behinderte", bilanziert Thomas O'Gilvie.

Straßenbeleuchtung

Für die Unterhaltung der Straßenbeleuchtung und den Neubau von Beleuchtungsanlagen standen im zurückliegenden Jahr 1,9 Millionen DM zur Verfügung. 75.000 DM wurden für Beleuchtungsanlagen rund um die Petri- und Wallonerkirche investiert. "Mit der dort installierten Technik können nicht nur Straßen, Gehwege und Parkplätze beleuchtet, sondern auch die Kirchen angestrahlt werden", so der Amtsleiter. Neue Straßenbeleuchtungen wurden im Jahr 2001 auch in der Goethestraße (160.000 DM), am Alten Markt (111.000 DM), in der Heinrich-Zille-Straße (29.900 DM), im Birkenweg (16.700 DM), in der Olvenstedter Straße (11.000 DM) sowie in der Otto-von-Guericke-Straße (10.000 DM) und im Schöppensteg (6.000 DM) installiert.

Darüber hinaus wurden im Rahmen von turnusmäßigen Wartungsarbeiten etwa 7000 Lampen gewechselt, 160 Schaltschränke repariert und weitere 20 Schaltschränke an die Zentralsteuerung der Straßenbeleuchtung angeschlossen.

Verkehrsleiteinrichtungen

Für die Wartung von Verkehrsleiteinrichtungen wurde im Jahr 2001 mehr als 1 Million DM ausgegeben. Damit wurden unter anderem Fahrbahnmarkierungen und Leitplanken erneuert (573.000 DM), verschlissene Schilderbrücken auf dem Magdeburger Ring ausgetauscht (140.000 DM), Wildwechselreflektoren an Ortsteilverbindungsstraßen installiert (10.000 DM) und Lichtreflektoren in den Fahrbahnbelag am Kreisverkehr Wanzleber Chaussee eingebaut (10.000 DM).

"In Eigenleistung wurden außerdem 2.040 Verkehrszeichen sowie 463 Wegweiser und Vorwegweiser instand gehalten, 1.262 Schadensmeldungen bearbeitet, 934 Kettenpfosten und Poller erneuert, 443 straßenverkehrsbehördliche Anordnungen umgesetzt und 138 Straßennamensschilder montiert", bilanziert Thomas O'Gilvie die Arbeiten des Sachgebietes.

Zu den weiteren Aufgaben gehörten die Markierungen von Fahrbahnen und städtischen Parkplätzen, die Instandhaltung der touristischen Wegweiser und die Einrichtung von Tempo-30-Zonen. Der Bereitschaftsdienst des Sachgebietes war für dringende Tätigkeiten außerhalb der gesetzlichen Arbeitszeit bei 282 Einsätzen insgesamt 910 Stunden im Einsatz.

Lichtsignalanlagen

Der Bereich Lichtsignalanlagen plante und realisierte im Jahr 2001 den Bau von insgesamt 59 Verkehrsampeln im Stadtgebiet. Dafür standen 3,16 Millionen DM zur Verfügung. Schwerpunkte waren dabei die Erweiterung der Vernetzung und die Optimierung der Verkehrsabläufe (403.700 DM), die Einrichtung von behindertengerechten Ampeln (122.000 DM), der Aufbau von Lichtsignalanlagen an den Kreuzungen Alt Salbke/Friedhofstraße (145.000 DM) und Lübecker Straße/Bremer Straße (84.000 DM) sowie die Erweiterung am Knotenpunkt Renneweg/Bruno-Beye-Ring (79.000 DM). Außerdem wurde das Parkleitsystem mit fünf frei programmierbaren Tafeln ergänzt, um die Parksituation in der Innenstadt weiter zu verbessern (925.000 DM).

In Verbindung mit der Euro-Umstellung musste aus technischen Gründen der Betrieb von neun Parkscheinautomaten eingestellt werden. Gleichzeitig erwarb die Landeshauptstadt Magdeburg 10 neue Parkscheinautomaten. Die Kosten für die Euro-Umstellung der vorhandenen Parkscheinautomaten betrugen 57.800 DM. "Zur Kostenminimierung wurden die Bedienungsanleitungen in Eigenleistung hergestellt. Damit konnten in diesem Bereich etwa 4.400 DM gespart werden", so der Amtsleiter.

Neubau und Erneuerung

Straßenbau

Zu den wichtigen Straßenbauvorhaben, die im Jahr 2001 realisiert wurden, gehören der Bau einer Zufahrtsstraße zu den holzverarbeitenden Firmen Lignoplan und Nordlam (4,12 Millionen DM, einschließlich Lärmschutzmaßnahmen am August-Bebel-Damm), der Ausbau der Brenneckestraße zwischen Hansa-Park und Blankenburger Straße (1,88 Millionen DM), der Ausbau des Klusdammes zwischen Pechauer Platz und Zipkeleber Weg (532.000 DM), die Tiefbauarbeiten im Nordabschnitt des Breiten Weges (1,3 Millionen Mark), die Fahrbahnsanierung und der Ausbau von Seitenanlagen mit Parkplätzen in der Julius-Bremer-Straße (1,59 Millionen DM), der Ausbau des Schleinufers zu Entlastung des Breiten Weges (1,22 Millionen DM) und der Ausbau des Kümmelsberges zwischen Zerrennerstraße und Emdener Weg (596.000 DM).

Im Auftrag der Abteilung Neubau und Erneuerung wurden außerdem die Arbeiten für eine Lärmschutzwand zwischen dem Magdeburger Ring und der Bruno-Wille-Straße abgeschlossen (1,57 Millionen DM), die Stützmauern des Magdeburger Ringes an der Sudenburger Wuhne saniert (54.300 DM), Zwischenüberfahrten für Havarien oder Baumaßnahmen auf dem Magdeburger Ring ermöglicht (178.000 DM) und der Bau des Radweges nach Calenberge fortgesetzt.

Erschließung von Wohngebieten

Das Tiefbauamt verantwortet auch die Erschließung städtischer Flächen für den Wohnungsbau. Im vergangenen Jahr wurden die Wohngebiete Frankefelde-Ost (2,64 Millionen DM), An den Röthen (1,37 Millionen DM) und Hohendodeleber Weg (1,56 Millionen DM) erschlossen.

Brücken- und Ingenieurbauten

Im Jahr 2001 wurden mehrere Brückenbaumaßnahmen begonnen, beendet oder fortgeführt. Dazu zählen die Oebisfelder Brücke, die Zollbrücke, die Brücke des Magdeburger Ringes über die Wiener Straße und die Schrotebrücke.

Darüber hinaus mussten die Mitarbeiter des Sachgebietes Brücken- und Ingenieurbauten nach Bauwerksprüfungen sechs Brücken sperren oder ihre Tragfähigkeit einschränken. Dazu gehören die Brücken Olvenstedter Straße über die Schrote, Sohlener Straße über die Gleise der Deutschen Bahn, Ottweiler Straße über die Sülze, Schöppensteg über die Schrote, Bleckenburgstraße über die Klinke und An den Barro-Seen über die Schrote.

Vergabestelle

Die Vergabestelle des Tiefbauamtes bearbeitete auf der Grundlage der Verdingungsordnung für Bauleistungen (VOB) 444 Vergaben. "Über 70 Prozent der Auftragsvergaben erhielten Firmen aus Magdeburg. Weitere 19,5 Prozent der vergebenen Investitionen gingen an Firmen in Sachsen-Anhalt", erklärt Thomas O'Gilvie.

Planungsleistungen

Für Planungsleistungen wurden insgesamt 210 Ingenieurverträge vorbereitet, rechtlich geprüft und in Zusammenarbeit mit den einzelnen Ingenieurbüros inhaltlich umgesetzt. 98 Verträge stammen aus den Jahren 1996 bis 2000. 112 Verträge wurden im Jahr 2001 neu abgeschlossen. Davon entfielen 38 auf komplexe Planungsleistungen an Straßenverkehrsanlagen. 74 Verträge betrafen die Erarbeitung spezieller Leistungen wie beispielsweise Baugrunduntersuchungen, landschaftspflegerische Begleitpläne, Lärmschutz und die Planung von Straßenbeleuchtungsanlagen.

Tiefbaukoordinierung

In dieser Abteilung des Tiefbauamtes wurden im vergangenen Jahr 211 Straßenbauvorhaben und 862 Leitungsbaumaßnahmen (davon 567 von den SWM) koordiniert. Nach dem Abschluss von 42 Leitungsbauvorhaben hat die Landeshauptstadt Magdeburg Straßenbaumaßnahmen mit teilweise umfangreichen Sanierungen ausgeführt. Dazu gehören beispielsweise die Goethestraße, die Liebknechtstraße, die Rothenseer Straße, die Pappelallee, die Wolmirstedter Straße, der Lange Weg und die Kyffhäuser Straße.

Koordiniert wurden im Jahr 2001 außerdem 976 Baugenehmigungen und Bauvoranfragen. Darüber hinaus wurden 81 Baumpflanzungen, der Aufbau von 6 Wartehäuschen und Verkaufsautomaten der MVB sowie 208 Kioske, Fernsprechhäuschen und Werbeanlagen genehmigt. Die Abteilung Tiefbaukoordinierung erteilte außerdem 3578 Kleinaufgrabegenehmigungen und 979 Aufgrabegenehmigungen.

Ausblick

Für Tiefbaumaßnahmen im Jahr 2002 sind Investitionen von mehr als 28 Millionen Euro vorgesehen.

"Ein Schwerpunkt ist natürlich die Fortsetzung des Wiederaufbaus der Sternbrücke", betont der Amtsleiter. Dafür stehen in diesem Jahr 3,5 Millionen Euro zur Verfügung. Für 729.000 Euro wird der Klusdamm auf einer Länge von knapp zwei Kilometern ausgebaut. Neben einem kombinierten Rad- und Gehweg erhält die Straße auch eine neue Beleuchtungsanlage. Der Ausbau des Gübser Weges wird 2002 für rund 840.000 Euro fortgesetzt. Damit wird an die bereits fertige Strecke zwischen der Friedrich-Ebert-Straße und dem Schwarzkopfweg angeknüpft. Für einen weiteren Bauabschnitt des Diesdorfer Graseweges zwischen dem Remkersleber Weg und der Waltherstraße werden rund 1,81 Millionen Euro verwendet.

Auch auf dem Magdeburger Ring wird es in diesem Jahr wieder Tiefbauarbeiten geben. Zwischen der Brücke an der Bodestraße und dem Ortsausgang wird auf der südlichen Richtungsfahrbahn der Schwarzdeckenbelag komplett erneuert (etwa eine Million Euro). Außerdem sind die Sanierungen der Brücke über den Fermersleber Weg (südliche Richtungsfahrbahn, 500.000 Euro) und der Brücke über die Sudenburger Wuhne (südliche Richtungsfahrbahn, 580.000 Euro) geplant.

Weitere wichtige Vorhaben sind der Ausbau des Schwarzkopfweges, der Dorfstraße, der Ebendorfer Straße und der Brenneckestraße (2. Bauabschnitt) sowie die Sanierungen der Brücke in der Sohlener Straße über die Gleise der Deutsche Bahn und der Brücke in der Ottweiler Straße über die Sülze.

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Stadt Magdeburg
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