Tipps zum Schutz vor Zeckenbissen
Magdeburg.
Mit dem Ansteigen der Temperaturen im Frühjahr werden auch Zecken wieder aktiv. Über Sträucher und Gräser können Zecken auf andere Tiere und auf Menschen gelangen. Da mit dem Saugvorgang der nur millimetergroßen Spinnentiere verschiedene Krankheitserreger übertragen werden können, ist ein Aufenthalt in freier Natur mit Gesundheitsrisiken verbunden. So können Zeckenbisse die Krankheiten Borreliose und FSME verursachen.
Weltweit verbreitet ist die Borreliose, die nach einem Zeckenbiss zu einer Erkrankung der Haut und später auch zur Schädigung der Gelenke, des Herzens und der Nerven führen kann. Etwa 60.000 Borreliose-Erkrankungen werden in der Bundesrepublik Deutschland jährlich erfasst. Auch Todesfälle treten auf. Eine Impfung gegen diese Infektion gibt es für Menschen in Europa noch nicht! Ein spezieller Impfstoff existiert nur für Hunde, die nach einem Zeckenbiss ebenfalls an einer Borreliose erkranken können.
Die zweite schwere Krankheit, die durch Zecken übertragen werden kann, ist die Frühsommermeningoenzephalitis (FSME). Diese Erkrankung des Gehirns und des Rückenmarks ist seltener als die Borreliose und tritt nur in bestimmten Gebieten auf. In Deutschland befinden sich FSME-Verbreitungsgebiete in Hessen, Bayern und Baden-Württemberg. Wer in diesen Bundesländern zwischen April und Oktober einen Natururlaub verbringen möchte, sollte sich mindestens vier bis sechs Wochen vor dem Urlaub über die Notwendigkeit einer FSME-Impfung beraten lassen. Für einen Naturaufenthalt in den neuen Bundesländern wird diese Impfung dagegen nicht empfohlen.
Das Gesundheits- und Veterinäramt empfiehlt bei Waldspaziergängen zwischen April und Oktober das Tragen von körperbedeckender Kleidung und festem Schuhwerk. Im Anschluss an den Naturaufenthalt sollte man den Körper nach Zecken absuchen. Dabei kann auch eine Lupe helfen.
Sollte sich eine Zecke bereits festgebissen haben, ist diese mit einer Pinzette oder den Fingernägeln durch leichte Hebelbewegungen aus der Haut zu ziehen. Reißt der Körper dabei ab und verbleiben Reste des Tieres in der Haut, stoßen sich diese später selbst ab. Tritt in der Folgezeit um die Bissstelle eine vergrößernde Rötung auf, ist das ein Hinweis auf eine Borrelioseinfektion. In diesem Fall ist dringend ein Arzt zu konsultieren, um durch eine Antibiotikabehandlung schwere Folgekrankheiten an Gelenken, Herz und Nerven zu verhindern.
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