Das Herz eines Boxers
Schauspiel für zwei Generationen am 25.04.am Vormittag
Magdeburg.
(ae) Lutz Hübner schrieb vor einigen Jahren im Auftrag des Grips-Theaters Berlin ein Stück, für das er mit dem Deutschen Jugendtheaterpreis 1998 geehrt wurde: DAS HERZ EINES BOXERS. Obwohl das Stück für ein Berliner Theater entstand, dachte der Autor, als er die Figur des Leo schrieb, an Gottfried Riemer, einen Magdeburger Schauspieler. Lutz Hübner kannte ihn aus dem Schauspielensemble, in dem er selbst Anfang der Neunziger mehrere Jahre engagiert war. Ein Jahr nach der Berliner Uraufführung kam das Stück auf die Magdeburger Bühne und seitdem ist Gottfried Riemer Leo.
Worum geht es in dem Stück? Alles nimmt seinen Anfang, als Jojo, ein Jugendlicher, zu Leo ins Altenheim geschickt wird, um einige Stunden gemeinnütziger Arbeit abzuleisten. Jojo wurde dazu verdonnert, weil er ein Mofa geklaut hatte. Und das nur, um einem Mädchen zu imponieren. Nun muss Jojo zur Strafe das Zimmer des Alten malern. Doch der Alte ist interessanter als Jojo zunächst angenommen hatte: Leo war früher Boxer, und ein berühmter noch dazu! Als er heute versucht, dem Stumpfsinn des Alltags zu entfliehen, wird ihm ausgerechnet dieser junge Schnösel zum Renovieren ins Zimmer geschickt!
Lutz Hübner lässt zwei Personen unterschiedlicher Generationen aufeinanderprallen, wie sie verschiedener gar nicht sein könnten. Was im Alltag oft keine Chance bekommt, wahr zu werden, wird im Theater gezeigt: Die beiden können tatsächlich einander bei der Lösung ihrer nicht gerade einfachen Lebensprobleme helfen!
Entstanden war das Stück für ein Jugendtheater, dennoch ist es ein Schauspiel für mindestens zwei Generationen – für die von Leo und für die von Jojo. Den Jojo spielt Christian Poewe. Am Donnerstag, dem 25. April, steht DAS HERZ EINES BOXERS am Vormittag auf dem Spielplan. Von 11:00 bis 12:15 Uhr wird es auf der Kleinen Bühne im Konservatorium gezeigt. An der Theaterkasse (Tel.: 0391/540 6444 oder 540 6555) gibt es noch Eintrittskarten.
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