Pressemeldung der Stadt Bocholt

Bocholt, 16. Mai 2002

Wilde Müllkippen vor Augen führen

ESB und Schüler des Euregio-Gymnasiums mit ungewöhnlicher Aktion für saubere Containerstandorte

Bocholt (pd).

Verdreckte Containerstellplätze im Bocholter Stadtgebiet sorgen immer wieder für ein unschönes Bild. Einige scheinen diese Standorte als kostenlose Abladestelle für Abfälle zu betrachten. Angefangen von Dingen die zum Sperrmüll zählen, wie z.B. alter Teppichboden, Möbelteile oder Stühle und Matratzen, finden die Mitarbeiter des Entsorgungs- und Stadtreinigungsbetriebes Bocholt (ESB) auch Sondermüll in Form von Farben, Lacken und Batterien. Oft werden auch Pappkartons und Plastiktüten zurückgelassen. Sehr ärgerlich: Die regelmäßige Entsorgung solcher "Dreck-Ecken" kostet Zeit und Geld. Das wäre nicht nötig, wenn der Unrat sofort korrekt entsorgt werden würde.

Auf ungewöhnliche Weise will Karin Kalka-Freundt von der Abfallberatung Bocholt zusammen mit Schülern des Euregio-Gymnasiums das Thema ins Bewusstsein der Bevölkerung rücken. So wird von Dienstag, dem 21.Mai, bis einschließlich Mittwoch, 29. Mai, der Containerstellplatz "Unter den Eichen" nicht etwa gereinigt, sondern der angesammelte Müll aufgetürmt und eingefärbt. Die Aktion soll das Interesse der Bürger für die Stellplatzsauberkeit wecken. Ein Plakat am Müllberg weist gibt den Bürgern Hinweise zur richtigen Abfallentsorgung.

Unterstützt wird die Abfallberaterin von der Differenzierungsklasse 9 Biologie/Chemie des Euregio-Gymnasiums unter der Leitung ihres Lehrers Herr Janse. Die Schülerinnen und Schüler helfen, den entstandenen Müllberg am letzten Sammeltag mit Farbe anzustreichen. "Es soll ein auffälliges Zeichen gegen wilde Müllentsorgung gesetzt werden", erläutert Kalka-Freundt. Am Mittwochnachmittag steht sie von 14.00 bis 17.00 Uhr für Fragen zur Abfallentsorgung allen Bürgerinnen und Bürgern vor Ort zur Verfügung.

Übrigens stellt das Zurücklassen von Abfällen eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit einem Bußgeld geahndet werden kann. Besser ist es, sofort richtig zu entsorgen und überflüssige Kartonagen und Plastiktüten zu vermeiden. "Man sollte sich angewöhnen, für den Transport des Altglases einen Korb, eine Klappkiste oder eine Mehrwegtasche zu verwenden" rät Kalka-Freundt. Pappkartons können mit in den Altpapiercontainer oder zum Wertstoffhof an der Schaffeldstraße gebracht werden. Plastiktüten werden über die gelben Säcke einer Wiederverwertung zugeführt.

Für den Sperrmüll stehen den Bocholter Bürgern die Sperrmüllkarten aus dem Abfallkalender zur Verfügung sowie die vier großen Sperrmüllwochen, in denen eine Abgabe in haushaltsüblichen Mengen auf dem Wertstoffhof möglich ist.