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Magdeburg, 17. Juni 2002
Neue Oebisfelder Brücke für den Verkehr freigegeben

Magdeburg. Nach etwa 19 Monaten Bauzeit hat Magdeburgs Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper heute einen weiteren Abschnitt der Oebisfelder Brücken für den Verkehr freigegeben. Das neue Bauwerk führt über die Gleise des Güterzugverkehrs der Deutschen Bahn und ersetzt die parallel verlaufende alte Brücke, die ab Oktober dieses Jahres abgerissen wird.

"Mit dieser neuen Überquerung und der im September 2000 freigegebenen Brücke über die Ferngleise der Deutschen Bahn steht nun ein leistungsfähiger und sicherer Brückenzug von Rothensee in die nördlichen Stadtteile und in den Ohrekreis zur Verfügung", erklärte Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper zur Freigabe des Bauwerkes.

Für 2,9 Millionen Euro entstand eine 77 Meter lange und 10,75 Meter breite Stahlverbundbrücke, die auf zwei Stützpfeilern gelagert ist. Neben der sieben Meter breiten Fahrbahn wurde auch ein kombinierter Geh- und Radweg geschaffen. Für den Bau der neuen Brücke wurden insgesamt 7.100 Kubikmeter Erde aufgeschüttet sowie 1.400 Kubikmeter Beton und 200 Tonnen Stahl verwendet. Baubeginn war im November 2000.

Die Kosten für den gesamten Bauabschnitt einschließlich des noch folgenden Abrisses der alten Brücke betragen 4,4 Millionen Euro. Darin enthalten sind auch die baulichen Veränderungen der Oberleitungen für den Bahnverkehr. Den größten Teil der Summe trägt mit 2,2 Millionen Euro die Deutsche Bahn AG. Vom Land Sachsen-Anhalt flossen 1,8 Millionen Euro Fördermittel. Die Stadt stellte 400.000 Euro für die neue Brücke bereit.

Der Ersatzneubau wurde notwendig, weil die alte Brücke aufgrund ihres Bauzustandes nur noch eine eingeschränkte Tragfähigkeit von zwei Tonnen hatte. Dadurch konnte sie in den vergangenen Jahren nicht mehr von Fahrzeugen mit einem höheren Gesamtgewicht befahren werden. Mit der Errichtung der Zufahrtsrampen für das neue Bauwerk wurde die alte Brücke Anfang dieses Jahres für den Straßenverkehr gesperrt und durfte nur noch von Fußgängern überquert werden.

Die Anbindung der neuen Überquerung an das Rothenseer Straßennetz ist noch nicht endgültig. Derzeit ist das neue Bauwerk an die Oebisfelder Straße angeschlossen. Die Stadt plant, die Brücke an die bereits gebaute Burger Straße anzuschließen. Dadurch würde eine neue Direktverbindung zwischen dem Oebeisfelder Brückenzug und dem August-Bebel-Damm entstehen, die nicht durch das Rothenseer Wohngebiet führt. Die zeitliche Umsetzung dieser Pläne hängt in erster Linie von der geplanten Errichtung des Kombinierten Ladeverkehrs (KLV)-Terminals ab.

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Stadt Magdeburg
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