Nachrichten aus der wöchentlichen Dienstberatung des Oberbürgermeisters vom 18.06.2002
Magdeburg.
Jahresabschluss 2001 der KID.
Der Jahresabschluss 2001 der Kommunale Informationsdienste Magdeburg GmbH (KID) wurde durch eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft und ohne Einschränkungen bestätigt. Nach Beratung in den Ausschüssen wird der Jahresabschluss am 12. September dem Stadtrat vorliegen. Die Gesellschaftervertreter sollen angewiesen werden, den Jahresabschluss zu bestätigen sowie Aufsichtsrat und Geschäftsführer für das Geschäftsjahr 2001 Entlastung zu erteilen. Der erwirtschaftete Überschuss in Höhe von 297 TDM soll an die Gesellschafterin ausgeschüttet werden.
Förderung für Neustädter Feld und Neustädter See.
Magdeburgs Norden soll wohnlicher werden. Das dafür notwendige Geld will die Verwaltung aus den Töpfen "Städtebauliche Weiterentwicklung in großen Wohngebieten" und "Förderung von Stadtteilen mit besonderem Entwicklungsbedarf – die soziale Stadt" ziehen. Bis 2010 sollen rund 7,5 Mio. Euro ins Neustädter Feld und 13,2 Mio. Euro in die Stadtteile Neustädter See/Kannenstieg fließen. Ein Drittel davon stellt die Stadt zur Verfügung. Vorgesehen sind die Gestaltung von Plätzen, Grünflächen und Freiräumen, die Sanierung von Spielplätzen und Freizeiteinrichtungen, Bürgertreffs und Kunstwerke sowie die Fortschreibung der Stadtteil-Entwicklungskonzepte. In der Dienstberatung des Oberbürgermeisters wurden heute die Vorhaben bestätigt, nach Beratung in den Ausschüssen muss der Stadtrat endgültig grünes Licht geben.
Veränderungssperre für Alt-Olvenstedt bleibt.
Die Verwaltung schlägt vor, die für den Ortskern von Alt-Olvenstedt verfügte Veränderungssperre um ein Jahr zu verlängern. Für den Stadtteil wird derzeit ein Bebauungsplan erarbeitet, der bereits im 1. Entwurf öffentlich auslag. Derzeit arbeitet das Stadtplanungsamt die während der Auslegung eingegangenen Hinweise und Stellungnahmen ein. Das Ergebnis wird ein neuer Entwurf sein, der wiederum öffentlich ausgelegt werden muss. Ziel des Bebauungsplanes ist es, den dörflichen Charakter des alten Ortskerns zu erhalten. Um bauliche Veränderungen bis zum Wirksamwerden des Bebauungsplanes zu verhindern, soll die Veränderungssperre verlängert werden. Entscheiden muss darüber der Stadtrat.
Dorferneuerung in Beyendorf/Sohlen.
Bereits zum 1. Januar 2001 wurde Beyendorf/Sohlen ins Dorferneuerungsprogramm des Landes Sachsen-Anhalt aufgenommen. Nun liegt die präzisierte Planung für die Vorhaben in Magdeburgs jüngstem Stadtteil vor. Knapp 1,1 Mio. Euro sollen bis 2006 zusätzlich in die Sanierung von Straßen, die Gestaltung von Plätzen und die Erneuerung öffentlicher Gebäude fließen. Vorgesehen ist auch die Sanierung des Kräutergartens, der eine neue Einfriedung sowie Wasser und Strom benötigt. Gut 350.000 Euro stellt die Landeshauptstadt aus ihrem Haushalt bereit, darüber hinaus werden öffentliche Förderprogramme genutzt. Die Erneuerung der Straßen wird teilweise über Straßenausbaubeiträge finanziert. Über die Beteiligung am Dorferneurungsprogramm muss zunächst der Stadtrat entscheiden.
Ortsumgehung Ottersleben wird weiter gebaut.
Ab Oktober soll die Umgehungsstraße für Ottersleben ein weiteres Teilstück – das letzte – bekommen. Sofern der Stadtrat die von der Verwaltung vorgelegte Kostenberechnung bestätigt, können die Arbeiten ausgeschrieben werden. Rund 5,745 Mio. Euro wird das Teilstück zwischen Hohendodeleber Chaussee und Diesdorfer Graseweg kosten. Es ist 2020 Meter lang.
Ottersleben ist entlang der Hauptstraße beidseitig fast lückenlos bebaut, die Bausubstanz wurde in der Vergangenheit durch den dichten Verkehr zum Teil in Mitleidenschaft gezogen. Die Anwohner sind mit starkem Lärm- und Schadstoffbelastungen konfrontiert. Durch die Erweiterung der Deponie Hängelsberge und den direkten Anschluss an die A14 hat der Verkehr weiter zugenommen. Durch die Ortsumgehung werden der Durchgangsverkehr verlagert und die Hauptstraßen im Ort entlastet. Gleichzeitig verringern sich Lärm und Abgase, was die Lebensqualität im Stadtteil verbessert.
Die Ortsumgehung Ottersleben ist als Hauptverkehrsstraße geplant. Aufgrund der zu erwartenden Verkehrsbelastungen mit einem Schwerverkehrsanteil von ca. 15% wird die Fahrbahn – einschließlich Randstreifen – 10 Meter breit sein. Die Kreuzung Hohendodeleber Chaussee wird als Kreisverkehr ausgebaut. Parallel zur Straße werden Bäume neu gepflanzt, die Kleingartenanlage nördlich der Hohendodeleber Chaussee bekommt einen Lärmschutzwall parallel zum Zaun.
Widmung von Straßen.
Sofern der Stadtrat im Oktober zustimmt, sollen folgende Straßen gewidmet und die Widmung öffentlich bekannt gemacht werden:
- Friedensauer Weg (Stichstraße vom Gübser Weg, parallel zu Am Hammelberg Weg 2)
- Erich-Brose-Weg (Frankefelde)
- Nahrstedter Weg (Harsdorfer Berg)
Biederitzer Abwässer kommen nach Gerwisch.
Das Abwasser der Gemeinde Biederitz soll künftig im Klärwerk Gerwisch gereinigt werden. Sofern der Stadtrat zustimmt, wird die Landeshauptstadt mit der Gemeinde Biederitz entsprechende Zweckvereinbarungen zur zentralen und dezentralen Abwasserbeseitigung abschließen.
Wolfswerder wird saniert.
Die Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber Am Wolfswerder 13 ist dringend sanierungsbedürftig. Nachdem nunmehr die Eigentumsverhältnisse geklärt sind, kann die Instandsetzung beginnen. Die Verwaltung schlägt vor, zunächst das Dach und die Fenster zu erneuern, die Fassade zu dämmen und die Installationen zu modernisieren. Außerdem soll das Gebäude im Innern modernisiert und ein Behinderten gerechtes Zimmer eingerichtet sowie die Außenanlagen neu gestaltet werden. Um die Sanierung vorzubereiten müssen noch in diesem Jahr Planungsmittel in Höhe von 13.000 Euro für die Vorplanung bereit gestellt werden. Der Stadtrat muss darüber im August entscheiden.
Für Rückfragen: Tel.: 0391/540 27 69
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