Magdeburg beteiligt sich am Wettbewerb "Unsere Stadt blüht auf"
Jury kommt am 2. Juli in die Elbestadt
Die Landeshauptstadt Magdeburg beteiligt sich in diesem Jahr am bundesweiten Wettbewerb zur Landschaftsentwicklung und Freiflächengestaltung "Unsere Stadt blüht auf". Der Wettbewerb wird vom Komitee "Entente Florale Deutschland" ausgeschrieben.
"Mit unserer Teilnahme zeigen wir, dass Magdeburg eine grüne und naturnahe Stadt ist, in der es sich lohnt, zu leben und zu arbeiten", so der Leiter des Magdeburger Stadtgartenbetriebes Jürgen Hoke. "Außerdem haben wir mit den insgesamt rund 1.400 Hektar umfassenden öffentlichen Grünflächen beste Voraussetzungen, um an einem solchen Wettbewerb teilzunehmen."
Die Konkurrenz ist groß, denn der Wettbewerbsjury stellen sich in diesem Jahr insgesamt 17 Städte. Im Juli besucht die Jury alle teilnehmenden Kommunen, um auf der Grundlage eines Kriterienkataloges Punkte zu vergeben, die einen Vergleich der Städte untereinander ermöglichen. Die Juroren bewerten neben dem öffentlichen Bereich wie Grünflächen, Straßenbegleitgrün sowie Park- und Freizeitanlagen auch den privaten Bereich wie die Fassadenbegrünung sowie Haus- und Vorgärten. Das Engagement von Vereinen, Interessenverbänden und der Wirtschaft bei der Umsetzung der Wettbewerbsziele wird im gewerblichen Bereich beurteilt. Weitere Punkte kann eine Kommune für besondere Projekte aus dem Bereich Natur- und Umweltschutz erhalten. Die Siegerstadt vertritt die Bundesrepublik Deutschland im kommenden Jahr beim Europawettbewerb "Entente Florale".
In Magdeburg sind die Jurymitglieder am 2. Juli zu Gast. "Während einer ganztägigen Tour präsentieren Mitarbeiter mehrerer städtischer Ämter die Elbestadt von ihrer grünsten und schönsten Seite", so Burkhard Wrede-Pummerer vom Stadtplanungsamt, der die Teilnahme der Landeshauptstadt maßgeblich vorbereitet hat. "In unserer Bewerbung haben wir verschiedene Schwerpunktthemen genannt, die wir der aus neun Personen bestehenden Jury an konkreten Beispielen erläutern wollen."
Geplant ist, zunächst mit einem Bus in die Cracauer Straße zu fahren, wo der Jury die 1995 gestartete Baumpflanzaktion "Mein Baum für Magdeburg" vorgestellt wird. Bislang beteiligten sich mehr als 700 Magdeburger an dieser Aktion. Durch ihre Spenden ermöglichten sie die Pflanzung von 212 zusätzlichen Bäumen.
Von dieser Station führt die Strecke über den Pechauer Platz nach Randau in die Kreuzhorst. "Hier wollen wir den Juroren den Erlebnispfad Elbaue mit seiner beeindruckenden Flora und Fauna näher bringen", macht Detlef Schulze vom Umweltamt auf eine wichtige Station der Tour aufmerksam. Zu den in der Kreuzhorst lebenden Säugetieren gehören unter anderem verschiedene Fledermausarten und Marder sowie Elbbiber, deren Fraßspuren an vielen Stellen entlang des Erlebnispfades zu sehen sind.
Danach fahren die Juroren zur St.-Immanuel-Kirche in den Stadtteil Prester. Von hier aus geht es auf Fahrrädern über den Elbdeich und die Brücke am Wasserfall in den Stadtpark Rotehorn. "Der mehr als 100 Jahre alte Landschaftspark gehört zu den historischen Parkanlagen Magdeburgs und ist ein Anziehungspunkt für jung und alt, den wir den Jurymitgliedern nicht vorenthalten wollen", begründet der Leiter des Magdeburger Stadtgartenbetriebes Jürgen Hoke diesen Zwischenstopp.
Die weitere Strecke verläuft über die Hubbrücke zur Sternbrücke und zum Klosterbergegarten. Anschließend werden den Juroren in der Hegelstraße verschiedene Vorgärten gezeigt, die bei der Neugestaltung der Straße im Rahmen des städtebaulichen Denkmalschutzes nach originalen Entwurfs- und Bepflanzungsplänen entstanden sind.
Nach einem Empfang durch Bürgermeister Bernhard Czogalla im Rathaus fahren die Jurymitglieder mit dem Bus zur Kleingartenanlage "Cracauer Anger" und von dort weiter zu einem Besuch der Magdeburg Marketing Kongress und Tourismus GmbH. "Wir werden der Jury multimedial unsere aktuellen Angebote für einen 'grünen' Tourismus in Magdeburg präsentieren", so Sigute Wosch von der MMKT. "Außerdem stellen wir für die Tour durch die Stadt die Fahrräder bereit und finanzieren den Druck der begleitenden Flyer, die der Jury einen Überblick über die Streckenführung geben."
Letzte Station der Tagestour ist der Elbauenpark, wo bei einer Fahrt mit der Panoramabahn der 93 Hektar große Park als eines der schönsten Ausflugsziele in Magdeburg vorgestellt wird.
"Mit dieser Route und den von uns ausgewählten Stationen wollen wir von den Juroren in allen Bereichen des Kriterienkataolges möglichst viele Punkte erhalten", steckt Burkhard Wrede-Pummerer vom Stadtplanungsamt das Ziel der Wettbewerbsteilnahme ab. "Wenn uns dies gelingt, haben wir große Chancen in der Endauswertung ganz vorn dabei zu sein."
Die Siegerstadt wird am 27. August in Mainz bekannt gegeben.
Bei Rückfragen: Burkhard Wrede-Pummerer, Stadtplanungsamt, Tel.: 0391/5 40 53 20
Jürgen Hoke, Magdeburger Stadtgartenbetrieb, Tel.: 0391/5 40 59 01
Detlef Schulze, Umweltamt, Tel.: 0391/5 40 58 31
Sigute Wosch, MMKT, Tel.: 0391/8 38 01 19
Hintergrundinformationen zu den Grünflächen in Magdeburg
In Magdeburg gibt es derzeit 1.358 Hektar öffentliche Grünanlagen. Das sind etwa 6,7 Prozent der gesamten Stadtfläche. Weitere 123 Hektar nehmen die Flächen der Friedhöfe ein. Die etwa 17.000 Kleingärten in der Elbestadt haben eine Gesamtfläche von 981 Hektar. Seit 1990 wurden in der Elbestadt rund 32.000 neue Bäume und Großsträucher gepflanzt.
Auf dem gesamten Magdeburger Territorium gibt es momentan rund 3.200 Hektar Grünflächen. Laut Flächennutzungsplan soll diese Fläche in den kommenden Jahren auf rund 4.000 Hektar vergrößert werden. Dies entspricht fast 20 Prozent des Stadtgebietes.
Hintergrundinformationen zum Wettbewerb "Unsere Stadt blüht auf"
Mit dem Wettbewerb "Unsere Stadt blüht auf" möchte die Förderungsgesellschaft für Gartenbau "Entente Florale Deutschland" die nachhaltige Stadtbegrünung fördern und damit mehr Lebensqualität im öffentlichen, privaten und gewerblichen Bereich schaffen. Weitere Ziele sind die Gestaltung sowie der Erhalt l(i)ebenswerter Städte und Gemeinden, der Schutz von Natur und Umwelt im besiedelten Raum, die Förderung von Handel und Gewerbe durch die Schaffung von vielfältigen, lebendigen Innenstädten und die Unterstützung des Engagements von Bürgern und Bürgergruppen.
An dem Wettbewerb beteiligen sich in diesem Jahr neben Magdeburg folgende Städte und Gemeinden: Aalen, Bad Säckingen, Bad Wildungen, Geiselhöring, Hanekensbüttel, Hannover, Ibbenbühren, Korbach, Ludwigshafen, Melsungen, Meuselwitz, Neubrandenburg, Neukirchen, Orberursel, Sondershausen und Weinheim. Der Wettbewerb fand erstmals im vergangenen Jahr statt und wird jährlich neu ausgeschrieben.
Zum Komitee "Entente Florale Deutschland" gehören der Zentralverband Gartenbau (ZVG), der Deutsche Städtetag, der Deutsche Städte- und Gemeindebund sowie der Deutsche Tourismusverband. Mitglieder der vom Komitee eingesetzten Jury sind Persönlichkeiten aus der Stadt- und Landschaftsplanung sowie aus den Bereichen Tourismus und Gartenbau.
Die Jury kann bei der Bewertung einer teilnehmenden Stadt maximal 100 Punkte vergeben. Während im öffentlichen Bereich höchstens 35 Punkte und im privaten Bereich 25 Punkte möglich sind, liegt die maximale Punktzahl im gewerblichen Bereich und bei den besonderen Projekten aus dem Natur- und Umweltschutz bei jeweils 20.
Für insgesamt 90 bis 100 Punkte verleihen die Juroren eine Goldmedaille, für 80 bis 89 Punkte eine Silbermedaille und für 70 bis 79 Punkte eine Bronzemedaille. Außerdem werden, unabhängig von der erreichten Punktzahl, Sonderpreise vergeben.
Die Siegerstadt des Bundeswettbewerbs "Unsere Stadt blüht auf" - im vergangenen Jahr war es Celle - vertritt im Folgejahr die Bundesrepublik Deutschland beim Europawettbewerb "Entente Florale".
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