Presseinformationen der Landeshauptstadt Magdeburg
 
[Alle Meldungen]
[Medienarchiv]
[E-Mail-Abo]
[Suche]

[Druckansicht]

Magdeburg, 03. Juli 2002
Breiter Weg, es bleibt dabei: Fußgängerzone - auch für Radfahrer frei!

Magdeburg. Im März und April hatte die Stadtverwaltung im Nordabschnitt des Breiten Weges Videoaufnahmen gemacht, um das Verhalten von Fußgängern und Radfahrern zu beobachten. Grund waren Beschwerden über Konflikte der verschiedenen Verkehrsteilnehmer. Jetzt liegen Ergebnisse vor: Es bleibt alles beim Alten – die Fußgängerzone ist auch für Radler offen, allerdings müssen diese auf die Fußgänger Rücksicht nehmen.

"Eine derartige Analyse schien uns notwendig, um die Verkehrssicherheit im Nordabschnitt des Breiten Weges zu verbessern", begründet der Leiter des Stadtplanungsamtes Dr. Eckhard Peters die Videoaufzeichnungen. Dazu wurde im Konservatorium an der Ecke Große Steinernetischstraße/Breiter Weg eine Videokamera aufgestellt und der Breite Weg aus Richtung Norden beobachtet. Jeweils drei Stunden vor- und nachmittags zählten Mitarbeiter des Amtes Radfahrer und Fußgänger und beobachteten deren Verhalten. Der Bauauschuss hat die Ergebnisse bereits zur Kenntnis genommen, im August werden sie dem Stadtrat vorgestellt.

Die Videobeobachtung hat gezeigt, dass die meisten Radfahrer, nämlich 79 Prozent, ordnungsgemäß den markierten Radweg nutzen. Das gilt umgekehrt auch für die Fußgänger: 93 Prozent meiden ihrerseits den Radweg. Im Vergleich der beiden Straßenseiten gab es auf der Ostseite mehr sogenannte Konflikte, insbesondere wenn Fußgänger auf dem Radweg liefen oder die Straßenseite wechselten und Radfahrer zum Ausweichen zwangen.

Die Verwaltung schlägt nun vor, die Fußgängerzone auch weiterhin für Radfahrer zu öffnen. Die gegenwärtige Beschilderung "Fußgängerzone – Radfahrer frei" wird deshalb beibehalten. Der Bereich östlich der Straßenbahngleise ist für Radler in beide Richtungen nutzbar, die Westseite ist – außer vor dem Karstadt-Kaufhaus - für Radler tabu.

Einen benutzungpflichtigen Radweg wollen die Planer künftig nicht ausweisen. "Schließlich haben in einer Fußgängerzone die Fußgänger Vorrang", begründet Dr. Peters. Die Radler sollen deshalb ihr Tempo gegebenenfalls anpassen, Raser sind nicht erwünscht.

Da im Nordabschnitt des Breiten Weges derzeit ohnehin gebaut wird, können die Ergebnisse der Video-Analyse sofort berücksichtigt werden. Zwischen Julius-Bremer-Straße und ehemaligem Haus der Lehrer werden östlich der Straßenbahntrasse die Freiflächen analog zur Westseite der Straße neu gestaltet.

Erneuert werden die Gehwegplatten und die Straßenbeleuchtung, neu aufgestellt werden Bänke, Papierkörbe, Fahrradständer. Außerdem werden Stauden und Staudengräser gepflanzt. Da auf der Ostseite mehr Platz vorhanden ist, kann in Teilbereichen eine doppelte Baumreihe gepflanzt werden.

Darüber hinaus sollen Kunstwerke Akzente setzen. In Nachbarschaft der neuen Straßenbahnhaltestelle wird das Originalportal der Katharinenkirche, die einst dort stand, wiederum seinen Standort fnden. Das Denkmal zu Guerickes Halbkugelversuch wurde vor wenigen Wochen auf dem Ratswaageplatz enthüllt, außerdem soll die "Badende" von Heinrich Apel wieder im Nordabschnitt aufgestellt werden. Für die jüngsten Magdeburger werden Spielgeräte installiert. Verschieden farbiges Pflaster zeigt künftig, wo Fußgänger und Radler sich bewegen sollen.

[Zurück]


Stadt Magdeburg
Frau Dr. Cornelia Poenicke
Büro des Oberbürgermeisters
Teamleiter Öffentlichkeitsarbeit und Bürgeranliegen, Pressesprecherin
Alter Markt 6
39104 Magdeburg
Telefon: (03 91) 5 40 27 69
FAX: (03 91) 5 40 21 27
E-Mail: presse@magdeburg.de
URL: www.magdeburg.de

Die Pressestelle "Landeshauptstadt Magdeburg" ist Mitglied bei presse-service.de [http://213.179.128.119/]. Dort können Sie Mitteilungen weiterer Pressestellen recherchieren und per E-Mail abonnieren. presse-service.de