Magdeburg beispielgebend für die Stadtplanung und Verkehrsentwicklung
Wettbewerbsbroschüre des ADAC zur Erreichbarkeit von Innenstädten erschienen
Die Landeshauptstadt Magdeburg ist deutschlandweit beispielgebend für die Stadtplanung und Verkehrsentwicklung. Die vom Stadtplanungsamt erarbeitete Verkehrskonzeption für die Magdeburger Innenstadt wird in einer jetzt erschienenen Wettbewerbsbroschüre des ADAC vorgestellt und darin als ein gut aufeinander abgestimmtes Maßnahmebündel bezeichnet. Die Publikation knüpft an die Ergebnisse des Bundeswettbewerbes "Erreichbarkeit von Zentren und Innenstädten" an, bei dem Magdeburg in der Kategorie "Stadtplanung und Verkehr" im November 2001 mit einem Hauptpreis ausgezeichnet wurde.
An dem unter der Schirmherrschaft des Bundesverkehrsministers vom ADAC, dem Deutschen Städtetag, dem Deutschen Städte- und Gemeindebund, dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat sowie dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag veranstalteten Wettbewerb hatten sich insgesamt 46 Städte und Gemeinden mit 67 Einzelprojekten beteiligt. Eine Jury wählte in vier verschiedenen Kategorien 15 Verkehrsprojekte und -konzepte als Bundessieger aus. Ziel des jährlichen ausgeschriebenen Städtewettbewerbs ist es, innovative Ideen und Lösungen der innerstädtischen Verkehrsplanung zu finden und beispielhaft darzustellen.
In der neuen Broschüre stellt der Automobilclub auch die weiteren Preisträger des Wettbewerbes vor. Im Bereich Stadtplanung und Verkehrsentwicklung wurden neben Magdeburg die Städte Hamburg, Henningsdorf, Rostock und Zwickau als Bundessieger ausgezeichnet.
Die 52 Seiten umfassende, kostenlose Publikation "Erreichbarkeit von Zentren und Innenstädten" kann schriftlich beim ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt e.V., Abteilung Verkehr, Lübecker Straße 17, 30880 Laatzen oder telefonisch unter der Rufnummer 0 51 02/9 02 27 bestellt werden.
Hintergrundinformationen zur Verkehrskonzeption für die Innenstadt
Die vom Stadtplanungsamt entwickelte Verkehrskonzeption für die Magdeburger Innenstadt beinhaltet ein Maßnahmebündel, dass den Fußgänger- und Radverkehr, den Öffentlichen Personennahverkehr und den motorisierten Individualverkehr berücksichtigt.
Ein Hauptziel der Konzeption besteht in der Verbesserung der Erreichbarkeit der Innenstadt für den Fußgänger- und Radverkehr. Kernaspekte sind hier der Ausbau der Hauptradwegrouten und die Ausweitung der Fußgängerbereiche. In den vergangenen Jahren wurden beispielsweise im Südabschnitt des Breiten Weges Fußgängerinseln gebaut (an der Keplerstraße und der Himmelreichstraße), damit Fußgänger den Breiten Weg sicherer überqueren können. Außerdem wurden erst kürzlich die Baumaßnahmen für die Radwege in der Otto-von-Guericke-Straße zwischen der Ernst-Reuter-Allee und der Danzstraße abgeschlossen. Darüber hinaus erfolgte mit dem Tunnelbau am Askanischen Platz die Anbindung des Radverkehrs an den Westelbischen Radweg.
Im Bereich des Öffentlichen Personennahverkehrs stehen in der Verkehrskonzeption des Stadtplanungsamtes die Sicherung einer direkten Erreichbarkeit der Innenstadt aus allen Stadtteilen, die Verbesserung der Umstiegsmöglichkeiten und die Ausstattung von Haltestellen im Mittelpunkt des Konzeptes. So wurden in den vergangenen Jahren neue Zentralhaltestellen für den Straßenbahnverkehr am Knotenpunkt Ernst-Reuter-Allee/Breiter Weg sowie zusätzliche Haltestellen im Nordabschnitt des Breiten Weges errichtet.
Schwerpunkte bei der Entwicklung des motorisierten Individualverkehrs sind die Verdrängung des Durchgangsverkehrs aus der Innenstadt, die Erschließung der City für den notwendigen Wirtschafts- und Kundenverkehr sowie das Management für den ruhenden Verkehr durch die Schaffung von Parkplätzen. In diesem Bereich wurden in den vergangenen Jahren unter anderem der Tunnel unter dem Askanischen Platz, der teilweise Umbau des Knotenpunktes Magdeburger Ring/Albert-Vater-Straße, der Aufbau des umfangreichen Parkleitsystems und der Bau einer Tiefgarage unter dem Friedensplatz umgesetzt. Vorbereitet wird derzeit der Umbau des Universitätsplatzes und der Ausbau der Kreuzung Steubenallee/Schönebecker Straße.
|