Land finanziert Angebote zur Sprachförderung im Elementarbereich

14.08.2002 | Herten

Ministerium lobt gesamtstädtisches Sprachförderkonzept

Gute Kunde für die Stadt Herten aus dem Ministerium für Frauen, Jugend, Familie und Gesundheit des Landes Nordrhein-Westfalen. Aktuell ging der Bewilligungsbescheid ein, mit dem insgesamt 14 Angebote zur Sprachförderung in Herten eine Förderung erhalten. Bezuschusst werden Einrichtungen, die einen sehr hohen Sprachförderbedarf haben. Pro Sprachfördergruppe, die maximal 10 Kinder umfassen darf, erhalten fünf Kindergärten einen Festbetrag in Höhe von 2045 € für das Kindergartenjahr 2002/2003.

Die Richtlinien sehen vor, dass in den Einrichtungen mindestens 5 Stunden pro Woche, insgesamt 200 Stunden Sprachförderung durchgeführt werden. Nur dann kann der volle Zuschuss ausgezahlt werden. Nicht vorgegeben ist allerdings das Alter der Kinder. Von der Vorgabe, dass nur 5jährige an den Sprachförderkursen teilnehmen dürfen, sieht das Ministerium in seinen Richtlinien ab. Nun dürfen auch 3jährige und 4jährige in die Gruppen aufgenommen werden.

Die Zuschüsse dürfen im übrigen nur für Personalkosten aufgewandt werden. Damit sollen Kräfte bezahlt werden, die das Fachpersonal in der Zeit der Sprachförderstunden unterstützen und entlasten.

In den letzten Jahren hat die Sprachförderung von Kindern mit Migrationshintergrund im Elementarbereich an Aktualität gewonnen und die Ergebnisse der Pisa-Studie haben in besonderer Weise die Notwendigkeit einer gezielten Sprachförderung verdeutlicht. Dies ist deshalb aktueller Arbeitsschwerpunkt des Ministeriums für Frauen, Jugend, Familie und Gesundheit des Landes Nordrhein-Westfalen. Das Ministerium unterstützt die entsprechende Arbeit der Tageseinrichtungen für Kinder in NRW mit einem Förderprogramm.

Die Bewilligungsbehörde hat die Stadt Herten wegen des gesamtstädtischen Konzeptes zur Sprachförderung gelobt, das den Förderanträgen beigefügt worden war.

Zwar konnten nicht alle Anträge aus Herten berücksichtigt werden, da der Etat des Landes ausgeschöpft ist, aber Bereichsleiterin Sabine Pommerin zeigte sich doch sehr zufrieden: "Angesichts der Finanzlage des Landes hat Herten eine hohe Förderung bekommen. Für die Einrichtungen, die nicht berücksichtigt werden konnten, gibt es die Möglichkeit, dass bis zum Jahresende noch Mittel aus einem besonderen Projekttopf bereitgestellt werden können. Diese Projektmittel werden analog der Landesrichtlinien eingesetzt. Ebenso laufen zur Zeit Verhandlungen, die eine Anschlussfinanzierung dann bis Ende Juli 2003 ermöglichen soll." Darüber bekommen die Einrichtungen in den nächsten Tagen noch Bescheid.

Pressekontakt: Sabine Pommerin, Bereich Jugendförderung, Telefon 02366-303441