Nachrichten aus der wöchentlichen Dienstberatung des Oberbürgermeisters vom 13.08.2002
Projektförderung im Neustädter Feld
Die Verwaltung schlägt vor, im Rahmen des Bund-Länder-Programms "Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf - die soziale Stadt" Fördermittel für die Finanzierung von zwei Projekten im Neustädter Feld bereitzustellen.
Der Internationale Bund e.V. möchte in einem zehngeschossigen Gebäude in der Rollestraße 23-29 ein Bistro einrichten, in dem sieben Arbeitsplätze entstehen sollen. Geplant ist, vier der sieben Stellen für Menschen mit Behinderungen zu schaffen. Während Bund und Land für das Projekt 133.300 Euro zur Verfügung stellen, beträgt der Förderanteil der Stadt 66.700 Euro.
Der eingetragene Verein "Der Weg e.V." plant im selben Gebäude ein Eiscafé, dass ebenfalls als Integrationsbetrieb bewirtschaftet werden soll. Demnach möchte der Verein die Hälfte der Arbeitsplätze in dem Café für Behinderte bereithalten. Bund und Land stellen dafür 50.000 Euro Fördermittel zur Verfügung. Wenn der Stadtrat im Oktober seine Zustimmung gibt, finanziert die Landeshauptstadt Magdeburg das geplante Projekt mit einem Eigenanteil von 25.000 Euro.
Das Bund-Länder-Programm "Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf - die soziale Stadt" gilt Stadt- und Ortsteilen, die beispielsweise bei der Sozialstruktur, dem baulichen Bestand, dem Arbeitsplatzangebot sowie bei der Ausstattung mit sozialer und stadtteilkultureller Infrastruktur erhebliche Defizite aufweisen. Entscheidende Elemente des Programms sind neben der klassischen Städtebauförderung die Einrichtung eines Stadtteilmanagements, die Förderung von Unternehmensgründungen und Bürgerpartizipation, die Schaffung und Sicherung der Beschäftigung auf lokaler Ebene und die Verbesserung der sozialen Infrastruktur. In Magdeburg sind neben dem Neustädter Feld auch die Wohngebiete Kannenstieg und Neustädter See in das Förderprogramm integriert.
Erschließungsstraße für das Schlachthofgelände
Die Verwaltung plant den Bau einer neuen Erschließungsstraße für das Gelände des früheren Schlachthofes. Damit soll eine weitere Voraussetzung für die Sanierung und anschließende Nutzung von zwei ehemaligen Schlachthofhallen geschaffen werden. Ein Einzelhandelsunternehmen möchte in der früheren Schweinemarkthalle im Jahr 2004 ein Warenhaus mit einer Verkaufsfläche von etwa 4.850 Quadratmetern eröffnen. Die ehemalige Rindermarkthalle soll in ein Kundenparkhaus umgebaut werden. Die von der Liebknechtstraße abzweigende Straße soll nach ihrer Fertigstellung als Hauptzufahrt des Areals genutzt werden. Mit etwa 708.000 Euro werden die Kosten für die rund 400 Meter lange Straße beziffert. Nach Beratung in den Ausschüssen entscheidet der Stadtrat im September.
Abriss einer früheren Kindertageseinrichtung
Die Verwaltung schlägt vor, das Gebäude einer ehemaligen Kindertageseinrichtung in der Roseggerstraße 20/22 abzureißen. Seit der Schließung der Einrichtung 1998 steht das 1960 erbaute Haus leer. Versuche, das etwa 4.000 Quadratmeter große Grundstück zu verkaufen, sind gescheitert. Die Sicherung des Gebäudes und die Beseitigung von Vandalismusschäden verursachen derzeit erhebliche Kosten. Für den Abriss wird eine Summe von etwa 40.000 Euro veranschlagt. Der Finanz- und Grundstücksausschuss entscheidet am 4. September.
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