Stadt bindet Kinder und Jugendliche vorbildlich ein

21.08.2002 | Herten

Ministerin Fischer lobt auf der "Werkstatt für Kinderrechte" die Hertener Vorgehensweise

Herten ist ein Vorzeigemodell. Das stellte Familienministerin Birgit Fischer am Mittwoch bei der ersten "Werkstatt für Kinderrechte" in Düsseldorf heraus. Als erste Bundesländer haben Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz Kinderrechte in der Landesverfassung verankert. Nun sollen die Kommunen diese Rechte mit Inhalten füllen.

"In vielen Städten ist die Beteiligung von Kindern an Planungsprozessen eine Ausnahme", stellte Bürgermeister Klaus Bechtel im Rahmen der Veranstaltung fest. Aus eigener Erfahrung konnte er den Fachleuten Beispiele aus der Hertener Praxis aufzeigen, in denen die Einbindung von Kindern und Jugendlichen gut funktioniert hat. Kinderfreundliche Wohnsiedlungen, aber auch die umgestalteten Schulhöfe und Spielplätze erfreuen sich bei der jüngeren Generation großer Beliebtheit und Akzeptanz.

Klaus Bechtel wies zudem auf weitere Möglichkeiten hin, Jugendliche in die Planung für die Stadt einzubeziehen: "Wenn es nun an die Gestaltung der Innenstadt geht, sollten wir die Jugendlichen nicht außen vor lassen."

Auch wenn in Herten, wie Ministerin Fischer betonte, sehr vorbildlich gearbeitet wird, möchte sich der Bürgermeister nicht auf diesen Lorbeeren ausruhen. "Wir wollen aus den Werkstätten für Kinderrechte weitere Anregungen für Herten mitnehmen", erklärte er am Mittwoch. Gleiches gilt auch für andere Städte Nordrhein-Westfalens. Ziel der Landesinitiative ist, das Interesse der Jugendlichen an der Politik und an ihren Heimatstädten wieder zu wecken und zu verbessern.

Bei der Initiative spielt die Stadt Herten eine Doppel-Rolle. Sie ist nicht nur Erfahrungslieferant und Vorbild, gleichzeitig stellt sie mit den ProKids ein qualifiziertes Team, das die Veranstaltungen organisiert und das weitere Prozedere intensiv begleiten wird.

Pressekontakt: Pressestelle, Svenja Küchmeister, Telefon: 02366-303227