Katastrophenfall für Magdeburg noch nicht aufgehoben – Aufräumarbeiten beginnen
Magdeburg.
In der Sitzung des Krisenstabes unter Leitung des Oberbürgermeisters wurden der Katastrophenfall und die Hochwasserwarnstufe IV noch nicht aufgehoben. Die Entscheidung ist bis heute Abend vertagt.
Der Pegel an der Strombrücke zeigte um 7. 00 Uhr den Elbstand von 6.09 Meter. Das Wasser sinkt um etwa einen Zentimeter pro Stunde.
Im Laufe des heutigen Tages beginnen parallel zu Sicherung der Deiche die Aufräumarbeiten in der Innenstadt. Neben den Einsatzkräften der Magdeburger Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Wehren sind das Technische Hilfswerk und die Bundeswehr vor Ort.
Die Hermann-Gieseler-Halle wird beräumt. Alle Sachspenden können in einem Zwischenlager deponiert werden und stehen der Stadt für zukünftige Katastrophenfälle zur Verfügung.
Der Städtische Abfallwirtschaftsbetrieb legt dem Katastrophenstab heute ein Konzept zur Entsorgung von Sandsäcken in Privathaushalten, Betrieben und Einrichtungen vor. Dazu werden Sondercontainer bereitgestellt. Die Standplätze werden dann veröffentlicht.
Das Gesundheits- und Veterinäramt der Landeshauptstadt Magdeburg rät bei der Beräumung von Sandsäcken und den Aufräumarbeiten in Kellern und Gärten Gummistiefel und Gummihandschuhe zu tragen.
Bei Verdacht auf Verunreinigungen mit Fäkalien aus überfluteten Kanalisationen ist eine desinfizierende Reinigung der betroffenen Flächen und Gegenstände zu empfehlen. Reinigungsmittel sind in Apotheken erhältlich. Anfragen dazu beantwortet das Gesundheitsamt unter den Telefonnummern 540 6035 – 6039.
Für Einsatz- und Hilfskräfte beim Sandsackrückbau in der Innenstadt gilt:
Bei Kontakt mit nassen Säcken sind Handschuhe zu tragen
Nach Abschluss der Arbeiten sind die Hände gründlich mit Seife zu reinigen und luftzutrocknen.
Nicht mit ungewaschenen Händen essen, trinken oder rauchen.
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