Bocholt, 28. August 2002
Schwarzarbeit: Zwei Festnahmen
Bocholt (pd).
Zwei Ausländer, die sich gar nicht in Deutschland hätten aufhalten dürfen, wurden bei der Ausübung einer illegalen Erwerbstätigkeit angetroffen. Beide wurden vorläufig festgenommen.
Auf Grund eines Hinweises aus der Bevölkerung kontrollierte der städtische Fachbereich Öffentliche Ordnung am Dienstag eine Baumschule im Außenbezirk. Der Verdacht der illegalen Beschäftigung bestätigte sich. Zwei Männer aus Litauen wurden erwischt, als sie gerade damit beschäftigt waren, Baumreihen auszuschneiden und für die kommende Pflanzsaison vorzubereiten.
Beide Arbeiter legten litauische Pässe vor, deren Einreisestempeln zufolge sie sich seit etwa sechs Wochen in Deutschland aufhalten. Sie waren unter Ausnutzung der für Touristen aus dem Baltikum geltenden Visumsfreiheit eingereist; zur Arbeitsaufnahme hingegen hätten sie bereits zum Zeitpunkt des Grenzübertritts ein Visum und die Zusage für eine Arbeitserlaubnis besitzen müssen.
Da der Aufenthalt im Bundesgebiet somit illegal war, wurden die zwei Litauer vorläufig festgenommen. Bei der anschließenden Vernehmung verwickelten sie sich in Widersprüche. "Der illegale Aufenthalt war schnell nachweisbar," so einer der vernehmenden Sachbearbeiter. Die Ausländer wurden aus dem Gewahrsam entlassen und ausgewiesen; sie müssen innerhalb weniger Tage ausreisen und werden bundesweit zur Fahndung ausgeschrieben.
Der Arbeitgeber muss mit einer Strafanzeige wegen unerlaubter Beschäftigung, Verkürzung von Sozialversicherungsbeiträgen und Steuerbetrug rechnen.
Pressekontakt: Stadt Bocholt - Fahrradfreundlichste Stadt Deutschlands, Martin Wolters / FB 20