Keine Hepatitis A Gefährdung durch Hochwasser,aber Vorsichtsmaßnahmen beachten
Im Zusammenhang mit der aktuellen Hochwassersituation entstehen durch überflutete oder übergelaufene Kläranlagen und Tierkadaver im Hochwasser Infektionsrisiken. Dabei handelt es sich um fäkal-oral übertragbare Krankheitserreger und Parasiten. Für Magdeburg bestehen derzeit keine allerdings keine akuten Gefährdungen.
In einigen Überschwemmungsgebieten ist bei Nichteinhaltung von Hygieneregeln die Gefahr für Durchfallerkrankungen erhöht. Anstecken kann man sich durch Aufnahme von Erregern über verunreinigte Nahrungsmittel, verunreinigtes Trinkwasser oder durch Schmierinfektion (von der Hand in den Mund). Impfungen gegen diese Erkrankungen gibt es nicht.
Ein erhöhtes Risiko der Infektion mit den Erregern der ansteckenden Gelbsucht (Hepatitis A-Viren) gibt es derzeit nicht. Eine Hepatitis A-Impfung wird von der ständigen Impfkommission am Robert-Koch-Institut in Berlin und vom Gesundheitsministerium des Landes nicht empfohlen. Der Übertragungsweg entspricht dem bei Durchfallerkrankungen. Eine Impfung gegen Hepatitis A schützt jedoch nicht vor einer Vielzahl von Infektionskrankheiten, so dass auch Geimpfte die Hygieneregeln einhalten müssen.
Zum Schutz vor Infektionen bei Arbeiten in Überschwemmungsgebieten und Kontakt mit Überflutungsschlamm empfehlen wir in erster Linie Hygienemaßnahmen:
1. Ein direkter Kontakt mit Wasser, Schlamm, Tierkadavern, verunreinigten Flächen und Geräten sollte vermieden werden. Schutz geben wasserdichte Handschuhe und Gummistiefel.
2. Beschmutzte Hände nicht zum Mund führen.
Auch vor dem Gang zur Toilette die Hände waschen, ebenso vor dem Rauchen.
3. Vor dem Essen unbedingt die Hände gründlich mit sauberem Wasser und Seife waschen.
4. Nur hygienisch einwandfreies Trinkwasser und Lebensmittel verzehren.
Treten Infektionskrankheiten im Zusammenhang mit den Hochwasserfolgen auf, sollte sofort das zuständige Gesundheitsamt informiert werden, um notwendige Maßnahmen einleiten zu können.
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