Leer/Emden -Viele Menschen haben sich am letzten Samstag auf den Infoständen des Familienservice Weser-Ems in den Fußgängerzonen der Städte Leer und Emden informiert. Groß war das Interesse von Eltern besonders daran, wie Berufstätigkeit und Familie tatsächlich miteinander zu vereinbaren sind.
86 Firmen aus dem Raum Weser-Ems sind zur Zeit Partner des Familienservice. Sie bieten die Dienstleistung des Familienservice, die Vermittlung von qualifizierter Kinderbetreuung, ihren Beschäftigten an. Zusätzlich unterstützen 24 Mitglieder ideell und finanziell die Vereinsarbeit. Diese Ergebnisse gab Bernhard Bramlage, Landrat des Landkreises Leer und zugleich 1. Vorsitzender des Familienservice Weser-Ems, bekannt.
Gegründet wurde der Familienservice 1997 als ein Projekt aus der Frauen- und Wirtschaftsförderung des Landkreises Leer. Unter der Verantwortung von Monika Fricke, Leiterin der Frauenförderung des Landkreises Leer gründeten 12 öffentliche Arbeitgeber den Verein. Ziel der Arbeit des Familienservice war und ist es, nachfragenden Eltern eine mit hohen Qualitätsstandards versehene private Kinderbetreuung zu vermitteln. Dies sind Tagesmütter und/oder Kinderfrauen, aber auch Notmütter. Zwischenzeitlich hat der Familienservice seinen Dienstleistungsbereich erweitert um Altenbetreuerinnen und Haushaltshilfen.
"Dass wir 1997 die richtige Idee in die Tat umgesetzt haben, beweist sich jetzt", so Bramlage. Mehr als 150 Anfragen nach privater Kinderbetreuung werden zurzeit vom Familienservice bearbeitet. Hinzu kommen weitere Aufträge für Haushaltshilfen und Altenbetreuerinnen. Der Familienservice ist mittlerweile der Dienstleister bei der Regelung von privater Kinderbetreuung. Damit die selbst entwickelten Qualitätsstandards zu jedem Zeitpunkt bei der Vermittlungsarbeit eingehalten werden, wurde der Familienservice im letzten Jahr zertifiziert nach DIN EN ISO 9002. Nach wie vor ist der Familienservice das einzige Unternehmen seiner Art in Deutschland, das dieses Zertifikat erhalten hat.
Bramlage ist überzeugt davon, dass sich die vom Landkreis Leer entwickelte Idee, die ihren Ursprung hat in einem Konzept, das von Gisela Erler in Großstädten Deutschlands umgesetzt wurde, für andere ländliche Regionen ebenso erfolgversprechend sein kann. Viele niedersächsische Kommunen haben Interesse daran, das Modell des Landkreises Leer ebenfalls in die Tat umzusetzen. Besonders wichtig ist dabei, dass Wirtschafts- und Frauenförderungsaspekte miteinander verbunden werden. Gerade berufstätige Mütter, aber natürlich auch berufstätige Väter, erhalten durch dieses familienpolitische Angebot des Familienservice die Chance, beruhigt einer Arbeit nachgehen zu können, denn sie wissen, ihre Kinder sind in guten Händen. Firmen erkennen die wirtschafts- und familienfreundliche Seite des Familienservice und profitieren ebenfalls davon.
"Die Vermittlung von privater Kinderbetreuung mit hohen Qualitätsstandards", so Bramlage weiter "steht gleichberechtigt neben einem öffentlichen Kinderbetreuungsangebot. Eltern haben im Einzugsbereich des Familienservice Weser-Ems eine tatsächliche Alternative und können die Betreuungsform für ihre Kinder wählen, die sie wünschen." Bramlage sieht in dieser tatsächlichen Wahlfreiheit eine große Chance für eine ausgewogene Familien- und damit auch Frauenpolitik.
Das Beratungsteam des Familienservice Weser-Ems ist erreichbar unter der Telefonnummer (04 91) 9 26 – 12 85 oder 12 56. Weitere Informationen gibt es auch unter www.betreuungskonzept.de.
Pressekontakt: Landkreis Leer, Monika Fricke, Telefon (0491) 926-1264
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