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Magdeburg, 22. Oktober 2002
Nachrichten aus der wöchentlichen Dienstberatung des Oberbürgermeisters vom 22.10.2002

Magdeburg. Magdeburger Ring - Neubau einer Rampe am Lemsdorfer Weg. Mit einem Grundsatzbeschluss soll der Stadtrat im Dezember den Weg ebnen für den Neubau von Auf- und Abfahrten zum Magdeburger Ring in Höhe Lemsdorfer Weg. Eine entsprechende Drucksache geht nach Bestätigung in der heutigen Dienstberatung des Oberbürgermeisters zur Beratung in die Ausschüsse.

Bereits mit der Planung des Magdeburger Ringes zu Beginn der 70iger Jahre wurde die Linienführung so gewählt, dass eine Nachrüstung der westlichen Auf- und Abfahrtsrampe am Lemsdorfer Weg möglich wird. Die hierfür erforderlichen Aus- und Einfädelspuren wurden bereits beim Bau des Magdeburger Ringes (3-Spurigkeit) realisiert.

Mit der Erweiterung des Uni-Klinikums sowie der Entwicklung der Sudenburg und dem damit verbundenen erhöhten Verkehrsaufkommen kommt es aufgrund der fehlenden Fahrbeziehungen (von Nord, nach Süd) am Knoten "Magdeburger Ring/Lemsdorfer Weg" zu Belastungen, insbesondere auf der Halberstädter Straße und im Wohngebiet Hecklinger Straße. Durch die Komplettierung dieses Knotens soll dieser Belastung entgegengewirkt und die Schleichverkehre durch das Straßennebennetz reduziert werden.

Eine Vorplanung des Stadtplanungsamtes untersuchte verschiedene Varianten. Die nunmehr empfohlene Variante sieht einen Anschluss des Lemsdorfer Weges an den Magdeburger Ring mittels einer Schleifen- und Tangentenfahrbahn vor. Dabei muss die Klinke mittels zweier neuer Brücken/Durchlässe überbrückt werden. Der von der Straßenbaumaßnahme betroffene Spielplatz soll auf dem Gelände der Schule "Salzmannstraße 9" neu eingerichtet werden. Positive Vorabsprachen mit den zuständigen Fachämtern erfolgten bereits. Damit wäre auch eine bessere Zugänglichkeit für die Kinder aus dem Wohngebiet Salzmannstraße ohne Querung des Lemsdorfer Weges gegeben.

Die im Zuge der Vorplanung erarbeitete detaillierte Kostenschätzung vom April 2002 weist einen Investumfang von 1.999.600 € und Planungskosten von 253.400 € aus. Die Kostenerhöhung von 1.639.000 € gegenüber der Mittelanmeldung von 1998 resultiert u.a. aus der zwingend erforderlichen Einbeziehung der Brückenbauwerke über die Klinke, der Kosten für die Spielplatzverlegung und der notwendigen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen. Für 2003 sind zunächst Planungsmittel in Höhe von 51.200 € notwendig. Die Realisierung des Bauvorhabens soll ab 2004 beginnen.

Sanierung Aussichtsturm Stadtpark. Die Verwaltung hat die HU-Bau für die Sanierung des Aussichtsturmes im Stadtpark vorgelegt. Die Funktion als Aussichtsturm soll wieder hergestellt und der Turm für die ganzjährige Nutzung hergerichtet werden. Im einzelnen sind die Sanierung der Fassade, die Erneuerung der Stahlkonstruktion sowie der Fenster, Türen und Glasstein-Verglasungen notwendig. Außerdem muss das Dach erneuert werden. Vorgesehen ist darüber hinaus der Einbau eines modernen Aufzuges.

Die HU-Bau sieht zunächst einen Kostenrahmen von 1,971 Mio. Euro für die Sanierung des Turmes vor. Der geplante Neubau eines Basisanbaus wurde zunächst zurück gestellt, bis eine Bewirtschaftungskonzept dafür und für das Turmcafé vorliegt. Sofern der Stadtrat der entsprechenden Drucksache zustimmt, soll die Verwaltung beauftragt werden, die Baumaßnahmen zu realisieren.

B-Plan für Alt-Olvenstedt. Der Entwurf des Bebauungsplanes Nr. 228-1 "Alt Olvenstedt" soll erneut öffentlich ausgelegt werden. Über die öffentliche Auslegung muss der Stadtrat entscheiden. Planungsziel ist der Erhalt des historischen Dorfkerns zwischen Helmstedter Straße und Nordstraße. Der B-Plan enthält deshalb eine örtliche Bauvorschrift, die Gestaltungselemente vorgibt. So wurden u.a. überbaubare Flächen sowie Trauf- und Firsthöhen festgesetzt Außerdem sollen die historischen Hofanlagen erhalten werden und Neubauten sich dieser Struktur anpassen.

Erschließung im Korbwerder. Die im Zusammenhang mit der Ansiedlung zweier Holz verarbeitender Unternehmen in Rothensee notwendige Erschließung des Korbwerders soll fortgesetzt werden. Die dafür notwendigen finanziellen Mittel in Höhe von 6,6 Mio. Euro werden durch das Förderprogramm "Gemeinschaftsaufgabe Ost" bereit gestellt. Sofern der Stadtrat zustimmt, soll die Verwaltung ermächtigt werden, mit den dort angesiedelten Firmen Nordlam und Lignopan städtebauliche Verträge abzuschließen. Zunächst beraten die zuständigen Ausschüsse.

Für Rückfragen: Tel.: 0391/540 27 69

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Stadt Magdeburg
Frau Dr. Cornelia Poenicke
Büro des Oberbürgermeisters
Teamleiter Öffentlichkeitsarbeit und Bürgeranliegen, Pressesprecherin
Alter Markt 6
39104 Magdeburg
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