Pressemeldung der Stadt Bocholt

Bocholt, 13. November 2002

Sonnenschutz für Anbau des Mariengymnasiums

Vorfinanzierung durch Stadt i.H.v. 30.000 Euro

Bocholt (pd).

Der Anbau des Bocholter Mariengymnasiums soll an seiner Westseite bis zum Beginn des nächsten Frühjahrs eine Sonnenschutzfassade erhalten. Diese Empfehlung sprach der Ausschuss für Planung und Bau in seiner jüngsten Sitzung aus, um das Hitzeproblem in den Griff zu bekommen. Bekanntlich herrschen in dem Schultrakt aufgrund der großen Glasfront bei warmer Witterung bereits morgens brütende Temperaturen. Die Maßnahme wird rund 30.000 Euro kosten, die die Stadt zunächst aus eigener Tasche vorfinanzieren muss. Das Geld soll gleichzeitig im Rahmen eines Schadensersatzverfahrens vom Architekten des Gebäudes eingefordert werden. Bei Vergleichsgesprächen waren sich zwar beide streitenden Parteien, Stadt und Architekt Petzinka, einig, dass eine Sonnenschutzfassade notwendig sei, nicht aber, wer die Kosten zu tragen hat. "Der Architekt hat die Interessen des Bauherren wahrzunehmen und ein voll funktionsfähiges, nutzbares Gebäude zu erstellen. Der Anbau des Mariengymnasiums aber hat Mängel", verdeutlichte der von der Stadt Bocholt beauftragte Rechstwanwalt Axel Meyer.

Ob der Sonnenschutz ausreicht, bleibe, so Meyer, abzuwarten – "das wissen die Götter." Notfalls müssen Scheiben ausgetauscht und eine Lüftungsanlage installiert werden, was weitere Zusatzkosten auslösen würde.