Leer -Der Kreisausschuss des Landkreises Leer hat sich heute (15.11.) ausführlich mit der Kooperation der Krankenhäuser im Landkreis Leer befasst, aber noch keine Beschlüsse gefasst. Im Mittelpunkt stand eine ausführliche Information durch Landrat Bernhard Bramlage über die letzte Verhandlungsphase zwischen den Vertretern des Borromäus-Hospitals und des Kreiskrankenhauses. Bramlage bedauerte, dass das in langen und intensiven Verhandlungen und stets gutem Gesprächsklima entwickelte Konzept über die Verteilung der medizinischen Angebote nun vom Träger des Borromäus-Hospitals in Frage gestellt worden sei und bereits Fakten geschaffen werden sollten, die der mühsam entwickelten Angebotsverteilung die Grundlage entzögen. Hier gehe es insbesondere um die Frauenklinik und den Bereich der Geburtshilfe
Leider habe das Borromäus-Hospital auch die zusätzlich in die Verhandlungen eingebrachte weitere Variante zur Zusammenführung der medizinischen uns wirtschaftlichen Strukturen in einer gemeinsamen Gesellschaft abgelehnt. Diese war durch Bramlage in die Verhandlungen eingebracht worden, um den durchaus berechtigten wirtschaftlichen Erfordernissen des Borromäus-Hospitals Rechnung zu tragen. "Entscheidender Vorteil dieser Variante war die Möglichkeit einer flexiblen Anpassung der Angebotsstruktur an künftige Veränderungen in der Krankenhauslandschaft", so der Landrat.
"Wir sind dem Borromäus-Hospital im Laufe der langen Verhandlungen Schritt für Schritt entgegen gekommen", sagt Bramlage. Wenn dort nun durch den Vollzug von Fakten die Verhandlungen praktisch für beendet erklärt würden, so bedauere er dies. Es sei eine zumindest vorläufig vertane Chance für ein vor Ort abgestimmtes Krankenhausangebot. Mit dem Ziel einer Erweiterung der medizinischen Angebotsstruktur auf solider wirtschaftlicher Basis müssten jetzt andere Kooperationspartner gesucht werden. Dafür kämen nach den bisherigen Vorgesprächen vorrangig die Ammerland-Kliniken in Westerstede, aber auch andere Häuser in Betracht. Das schließe die Fortsetzung bereits bestehender Kooperationen mit anderen Krankenhäusern und weitere Gespräche mit dem Borromäus-Hospital sowie mit dem Rheiderland-Krankenhaus über die Vermeidung von Doppelangeboten vor Ort nicht aus.
Pressekontakt: Landkreis Leer, Pressestelle: Dieter Backer
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