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Magdeburg, 18. November 2002
Peter Stamm liest "Ungefähre Landschaft"
nachtcafé angelesen

Magdeburg. Der Schweizer Autor Peter Stamm ist zu Gast bei der nächsten Ausgabe von "nachtcafé angelesen" am kommenden Freitag, 22.11., 22 Uhr, im Foyer der Freien Kammerspiele. Er liest aus seinem Roman "Ungefähre Landschaft". Die 28jährige Kathrine lebt in einem norwegischen Dorf nördlich des Polarkreises und arbeitet als Zöllnerin. Sie hat ein Kind, ist geschieden und nun zum zweiten Mal verheiratet: mit Thomas, dem Produktionsleiter einer Fischfabrik, einer sogenannte gute Partie. Doch dann macht Kathrine eine Entdeckung, die sie tief verletzt. Daraufhin verläßt sie – zum ersten Mal in ihrem Leben Dorf, Kind, Mann und Mutter und fährt mit einem Schiff der Hurtigroute, nach Süden, ins Ungefähre ... Der Schweizer Autor Peter Stamm, geboren 1963, studierte nach einer kaufmännischen Lehre einige Semester Anglistik, Psychologie und Psychopathologie und lebt seit 1990 als freier Autor und Journalist in Winterthur. Er verfaßte mehrere preisgekrönte Hörspiele für Radio DRS1, DRS2, Radio Bremen, den WDR und den Südwest Rundfunk, Theaterstücke und Beiträge für verschiedene Bücher. Seit 1997 ist er Redakteur der Literaturzeitschrift "Entwürfe für Literatur". Sein erster Roman "Agnes", für den er mehrere Preise erhielt, erschien 1998 im Arche Verlag. Die Kurzgeschichtensammlung "Blitzeis" erschien 1999, 2001 folgte der von Lesern und Kritik begeistert aufgenommene Roman "Ungefähre Landschaft". Peter Stamm über seinen Roman: "Dass ich eine Frau als Hauptfigur wählte und eine Norwegerin, also eine für mich doppelt Fremde, hat wohl damit zu tun, dass mich das Fremde immer mehr interessiert hat, als das, was ich schon kenne. Schreiben ist für mich eine Art, die Welt wahrzunehmen. Indem ich das Unbekannte beschreibe, eigne ich es mir an."

"Ich bin tief überzeugt, daß wir es hier mit einem ganz wichtigen, großen Talent der deutschsprachigen Literatur zu tun haben. Peter Stamm schreibt eine hochpoetische Sprache. Er kann zwei Dinge glänzend: Situationen und Stimmungen." Marcel Reich-Ranicki "Das Literarische Quartett".

"Ich habe das Buch atemlos in einem Zug gelesen." Iris Radisch "Das Literarische Quartett"

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