EQUAL-Konferenz vom 28. bis 30. November in Magdeburg
Magdeburg.
Mit der Gemeinschaftsinitiative EQUAL hat die Europäische Union ein neues Beschäftigungsprogramm entwickelt, das in Deutschland seit Sommer diesen Jahres in regionalen oder sektoralen Entwicklungspartnerschaften umgesetzt wird. Unter der Überschrift "Fit for Integration" stellen ab Donnerstag bei der 1. Transanationalen Konferenz Entwicklungspartner aus Deutschland, Österreich und Frankreich beim Europäischen Bildungswerk in Alt-Westerhüsen ihre Projekte vor.
Ziel von EQUAL ist es, neue Methoden zur Bekämpfung von Diskriminierung und Ungleichheiten auf dem Arbeitsmarkt zu entwickeln. 515,5 Mio. Euro fließen für insgesamt 109 bestätigte deutsche Entwicklungspartnerschaften.
Eine solche regionale Entwicklungsgemeinschaft mit dem Namen "Partnerschaft AUFSTIEG" gründeten im vergangenen Jahr die Landeshauptstadt Magdeburg, die Landkreise Schönebeck, Jerichower Land, Ohrekreis, Bördekreis, das Arbeitsamt Magdeburg, Kammern und Verbände sowie sieben Bildungseinrichtungen der Region.
Die Gemeinschaftsinitiative EQUAL hat eine europäische Dimension und fordert von den nationalen Entwicklungspartnerschaften eine transnationale Kooperation mit Entwicklungspartnerschaften anderer EU-Mitgliedsländer. Ziel ist es, die neuen arbeitsmarktpolitischen Wege in Kooperation mit europäischen Partnern zu entwickeln und zu erproben. In einem transnationalen Projekt "Fit for Integration" arbeitet die "Partnerschaft AUFSTIEG" mit Entwicklungspartnerschaften aus Österreich und Frankreich zusammen.
Am ersten Konferenztag, am 28.11.2002, stellen die Partner die nationalen Ziele Ihrer Entwicklungspartnerschaften vor:
Die österreichische Entwicklungspartnerschaft entwickelt neue Modelle für gewinnorientierte Integrationsfirmen sowie neue Formen geschützter Arbeit und strebt damit innovative Beschäftigungsimpulse für Menschen mit und ohne Behinderung in strukturschwachen Regionen an.
Die französische Entwicklungspartnerschaft will mit einem neuen Integrationssystem aufzeigen, dass benachteiligte Personen durch zielgerichtete Ausbildung die Kompetenzen für den Arbeitsmarkt erwerben können.
Durch die Entwicklung der Region Magdeburg zu einem Wissens-, Bildungs- und Wirtschaftsstandort will die "Partnerschaft AUFSTIEG" einen Beitrag zur Beseitigung von Ungleichheiten und Diskriminierungen am Arbeitsmarkt der Region leisten und dazu u.a. neue webbasierte Integrationsplattformen sowie spezielle Integrationsmodelle für unterschiedliche Zielgruppen entwickeln und einsetzen.
Am zweiten Konferenztag werden in Arbeitsgruppen Aufgaben und Ziele des transnationalen Projektes herausgearbeitet.
Der Verantwortliche der deutschen Entwicklungspartnerschaft für die transnationale Kooperation, Prof. Richard Teßmer, vom Europäischen Bildungswerk für Beruf und Gesellschaft e.V. stellt heraus, dass neue Methoden zur Integration von Benachteiligten auf den nationalen Arbeitsmärkten getestet und in ihrer Wirksamkeit verglichen werden. Die besten Modelle sollen für den europäischen Arbeitsmarkt unter Berücksichtigung der regionalen Besonderheiten in den jeweiligen Ländern aufbereitet und verbreitet werden.
"Fit for Integration" sieht in den kommenden Jahren eine kontinuierliche Zusammenarbeit zwischen den französischen, österreichischen und deutschen Partnern durch Workshops und Austausch der gewonnenen Erfahrungen auf Konferenzen vor.
Selbstverständlich wird die Veranstaltung auch genutzt, um den Gästen aus Frankreich und Österreich die Region Magdeburg vorzustellen. Die Besichtigung von leistungsfähigen Bildungseinrichtungen der deutschen Entwicklungspartnerschaft und der Stadt Magdeburg steht ebenso auf dem Programm wie die Vorstellung der regionalen Küche bei einem gemeinsamen Abendessen im Ländlichen Bildungszentrum Wanzleben e.V.
Bei Rückfragen: Prof. Dr. R. Teßmer, EBG 0391/ 541 98 29
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