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Magdeburg, 26. November 2002
FRecher Knilch aus Holz
Weihnachtsmärchen in den Kammerspielen: "Pinocchio"

"Pinocchio" heißt das diesjährige Weihnachtsmärchen der Freien Kammerspiele. Christiane Höfler spielt die Titelrolle in dem Märchen für Kinder ab 6 Jahren und die ganze Familie. Regie führt Matthias Thieme, der an den Freien Kammerspielen bereits "P'tit Albert" inszenierte. Premiere ist am kommenden Mittwoch, 27.11., 11 Uhr, auf der großen Bühne. Ein Stück Holz knallt Meister Geppetto an den Kopf und beginnt auch noch – ziemlich frech – zu sprechen! Aus dem Holz wird ein vorlauter Knilch mit langer Nase zurechtgeschnitzt: Pinocchio! Wer so eine Nase hat, muß sie in alles stecken, denn die Welt ist neu, bunt und aufregend. Pinocchio stürzt sich ins Leben und erfährt in vielen aufregenden Abenteuern, daß vieles anders ist, als er es glaubt. Er fällt herein auf verschlagene Bösewichter, begegnet furchterregenden Gestalten, gerät in Lebensgefahr und wird immer wieder aus höchster Not gerettetet. Der Feuerfresser droht, ihn zu verheizen, und schenkt ihm doch – gerührt – fünf Taler. Fuchs und Katze umschmeicheln ihn und führen ihn auf ein "Wunderfeld", wo angeblich das Geld an Bäumen wächst. Wegen erwiesener Dummheit landet er im Gefängnis, im Spielzeugland wachsen ihm Eselsohren, und als Esel im Zirkus spürt er die Peitsche. Fast wäre sein Schicksal besiegelt, wenn es nicht die Fee gäbe, die in letzter Sekunde zu Hilfe eilt, oder Vater Geppetto, der ihn überall zu Lande und zu Wasser sucht. Man darf nur nicht aufgeben – auch nicht im Bauch eines riesigen Wals, in dem Pinocchio nach langer Suche endlich Vater Geppetto trifft... In einer sehr heutigen, spritzigen und poesievollen Theaterfassung spielen fünf Schauspieler insgesamt fünfzehn Rollen. Und natürlich spielen auch die Magie der Erlebniswelten, in die der kleine Kerl hineingezogen wird, der Zauber plötzlicher Wandlungen und das zuweilen skurrile, komische oder auch märchenhafte Erscheinungsbild der Figuren eine Rolle. Ein Weihnachtsmärchen, in dem die Liebe siegt, weil sie Mut macht, in dem sich eine kleine Familie wiederfindet, zu der sich der Held noch ganz zum Schluß ein Schwesterchen schnitzt: Pinocchia!

Regie Matthias Thieme Bühne Iris Kraft Kostüme Christopher Melching

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