FRecher Knilch aus Holz
Weihnachtsmärchen in den Kammerspielen: "Pinocchio"
"Pinocchio" heißt das diesjährige Weihnachtsmärchen der Freien
Kammerspiele. Christiane Höfler spielt die Titelrolle in dem Märchen für
Kinder ab 6 Jahren und die ganze Familie. Regie führt Matthias Thieme,
der an den Freien Kammerspielen bereits "P'tit Albert" inszenierte.
Premiere ist am kommenden Mittwoch, 27.11., 11 Uhr, auf der großen
Bühne.
Ein Stück Holz knallt Meister Geppetto an den Kopf und beginnt auch noch
– ziemlich frech – zu sprechen! Aus dem Holz wird ein vorlauter Knilch
mit langer Nase zurechtgeschnitzt: Pinocchio! Wer so eine Nase hat, muß
sie in alles stecken, denn die Welt ist neu, bunt und aufregend.
Pinocchio stürzt sich ins Leben und erfährt in vielen aufregenden
Abenteuern, daß vieles anders ist, als er es glaubt. Er fällt herein auf
verschlagene Bösewichter, begegnet furchterregenden Gestalten, gerät in
Lebensgefahr und wird immer wieder aus höchster Not gerettetet. Der
Feuerfresser droht, ihn zu verheizen, und schenkt ihm doch – gerührt –
fünf Taler. Fuchs und Katze umschmeicheln ihn und führen ihn auf ein
"Wunderfeld", wo angeblich das Geld an Bäumen wächst. Wegen erwiesener
Dummheit landet er im Gefängnis, im Spielzeugland wachsen ihm
Eselsohren, und als Esel im Zirkus spürt er die Peitsche. Fast wäre sein
Schicksal besiegelt, wenn es nicht die Fee gäbe, die in letzter Sekunde
zu Hilfe eilt, oder Vater Geppetto, der ihn überall zu Lande und zu
Wasser sucht. Man darf nur nicht aufgeben – auch nicht im Bauch eines
riesigen Wals, in dem Pinocchio nach langer Suche endlich Vater Geppetto
trifft...
In einer sehr heutigen, spritzigen und poesievollen Theaterfassung
spielen fünf Schauspieler insgesamt fünfzehn Rollen. Und natürlich
spielen auch die Magie der Erlebniswelten, in die der kleine Kerl
hineingezogen wird, der Zauber plötzlicher Wandlungen und das zuweilen
skurrile, komische oder auch märchenhafte Erscheinungsbild der Figuren
eine Rolle. Ein Weihnachtsmärchen, in dem die Liebe siegt, weil sie Mut
macht, in dem sich eine kleine Familie wiederfindet, zu der sich der
Held noch ganz zum Schluß ein Schwesterchen schnitzt: Pinocchia!
Regie Matthias Thieme Bühne Iris Kraft Kostüme Christopher Melching
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