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Magdeburg, 26. November 2002
Amüsanter Schlagabtausch per Fax
Esther Vilar: "EiferSucht"

Magdeburg. Zum letzten Mal auf dem Kammer-Spielplan steht am Sonnabend, 30. November, und Sonntag, 1. Dezember, jeweils 19.30 Uhr, Tobias Wellemeyers gefeierte Inszenierung "EiferSucht" der Erfolgsautorin Esther Vilar, ein witzig-flotter Schlagabtausch, den sich drei Damen liefern. Ein Fax bringt die ganze Geschichte ins Rollen. Darin teilt die 40-jährige Architektin Yana Stern der sechs Stockwerke unter ihr wohnenden Anwältin Helen Staviski mit, dass sie ihr den Mann auszuspannen beabsichtigt. Ein Krieg beginnt. Er wird per Fax geführt. Und als sich auch noch eine junge Studentin aus dem Haus - natürlich per Fax - einmischt, die sich ebenfalls um Helens Gatten bemüht, wird der Eifer, mit dem die drei Frauen um denselben Mann streiten, allmählich zur Sucht. Esther Vilar erzählt davon pointiert, mit Witz und hintergründigem Humor. Auf leichte Art werden ebenso einfache wie brutale Wahrheiten gesagt. Stimmt es etwa nicht, dass die Frauen selbst schuld sind, wenn ihnen die Männer davonlaufen? "Wer erzählt diesen älteren Herren, wie anziehend graue Schläfen wirken? Wer sagt ihnen, dass ihr Fettwanst erotisch ist - und dass es auf ein bisschen Potenz mehr oder weniger nicht ankommt, weil es einer Frau ja sowieso in erster Linie um Zärtlichkeit geht? ... Haben Sie schon erlebt, dass ein junger Mann von den grauen Zöpfchen oder dem Wabbelbauch seiner ältlichen Angebeteten schwärmt? ... Obwohl er hier sogar möglich wäre, der Sex: Dem alten Mann verkümmert sein Liebesinstrument, doch haben Sie je gehört, dass seiner Frau während der Menopause die Scheide abhanden kommt?" Solcherart sind die feinsinnigen Bosheiten, mit denen sich die Kontrahentinnen per Fax näherkommen. Sie versuchen, einander einzuschüchtern, drohen mit Erpressung, beschimpfen sich aufs erbittertste, um im nächsten Fax in rührender Besorgnis daran zu erinnern, beim Kochen auf wenig Salz und wenig Fleisch zu achten, da der Gute aufgrund seines Übergewichts zu erhöhtem Blutdruck neigt. In der Inszenierung von Tobias Wellemeyer spielen Meike Finck, Andrea Thelemann und Helga Werner.

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Teamleiter Öffentlichkeitsarbeit und Bürgeranliegen, Pressesprecherin
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