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Magdeburg, 06. Dezember 2002
Schutz der Nichtraucher am Arbeitsplatz wird weiter verbessert
Am kommenden Mittwoch Aktionstag für die Mitarbeiter der Stadtverwaltung

Der Betriebsärztliche Dienst veranstaltet für alle Mitarbeiter der Magdeburger Stadtverwaltung am kommenden Mittwoch, 11. Dezember 2002, einen Aktionstag zum Schutz von Nichtrauchern am Arbeitsplatz. Die Veranstaltung steht unter dem Titel "Nichtraucherschutz - Ein Störfall für den Betriebsfrieden?".

Zu diesem Thema werden zwischen 09:00 und 13:00 Uhr im Rathaussaal verschiedene Experten referieren und in einer Podiumsdiskussion Fragen beantworten. Außerdem können interessierte Mitarbeiter an mehreren Informationsständen einen Überblick über Maßnahmen zur Raucherentwöhnung bekommen.

Aufgrund einer Änderung der Arbeitsstättenverordnung haben ab 1. Januar 2003 nichtrauchende Arbeitnehmer einen Rechtsanspruch auf einen rauchfreien Arbeitsplatz. Unter diesem Aspekt soll die Diskussion zum Nichtraucherschutz unter Einbeziehung aller betrieblichen Partner der Magdeburger Stadtverwaltung auf eine neue Grundlage gestellt werden. Der Aktionstag soll außerdem Anregungen geben, wie der Nichtraucherschutz sinnvoll und langfristig wirksam umgesetzt werden kann.

Hinweis: Interessierte Medienvertreter sind zu dem Aktionstag herzlich eingeladen.

Bei Rückfragen: Dr. Petra Botta, Betriebsärztlicher Dienst, Tel.: 03 91/5 40 61 05

Hintergrundinformationen

Mehr als 16 Millionen Deutsche greifen regelmäßig zum Glimmstengel. Etwa drei Millionen Arbeitnehmer arbeiten in Räumen, in denen geraucht wird. Viele der betroffenen Mitarbeiter fühlen sich dadurch bei ihrer Arbeit gestört. In der Öffentlichkeit wurde der Nichtraucherschutz am Arbeitsplatz bislang oft nur dann aufgegriffen, wenn wegweisende Gerichtsurteile gesprochen wurden. Doch spätestens seit dem vergangenen Sommer erhält das Thema durch die Novellierung der Arbeitsstättenverordnung zum 1. Januar 2003 ein neues Gewicht, denn der Nichtraucherschutz wird zur Pflichtaufgabe in jedem Unternehmen. Passivraucher sind gesundheitlich ebenso gefährdet wie Aktivraucher. Etwa drei Viertel des Qualms werden nicht inhaliert, sondern gelangen als so genannter Nebenstromrauch durch die Atemluft. Rund 40 krank machende Stoffe, darunter zahlreiche Krebs erregende Substanzen, haben Toxikologen im Qualm identifiziert.

Insgesamt betrachtet ist Passivrauchen in unserer modernen Gesellschaft eines der gefährlichsten Gesundheitsprobleme. Derzeit gibt es allein in Deutschland jährlich etwa 400 Lungenkrebstote durch Passivrauchen. Das unfreiwillige Inhalieren von Tabakrauch hat auch unmittelbare Auswirkungen auf die Blutzirkulation, die Gefäßwände und die Blutgerinnung. Durch den Genuss von Nikotin liegt die Wahrscheinlichkeit, an einem Herzinfarkt zu erkranken, derzeit bei 91 Prozent. Die zahlreichen Inhaltsstoffe des Tabaks fügen dem Herzen auch beim Passivrauchen irreparable Schäden zu.

Für Passivraucher vergrößert sich außerdem das Risiko, an einer Lungenentzündung zu erkranken, weil das Abwehrsystem durch die Inhalation von Tabakrauch geschwächt wird. Nichtraucher, an deren Arbeitsstätten geraucht wird, erkranken auch häufiger an Asthma. Wissenschaftler belegen darüber hinaus Zusammenhänge mit einer Reihe von anderen Atemwegsbeschwerden, wie chronische Bronchitis und Atemnot bei körperlicher Belastung.

Frauen, die täglich zwei Stunden in verqualmter Luft verbringen müssen, erkranken ebenso oft an Brustkrebs wie Frauen, die täglich ein Päckchen Zigaretten rauchen. Wie Wissenschaftler der Universität Genf ermittelt haben, ist dabei das Risiko für passiv rauchende Frauen vor den Wechseljahren besonders hoch.

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Stadt Magdeburg
Frau Dr. Cornelia Poenicke
Büro des Oberbürgermeisters
Teamleiter Öffentlichkeitsarbeit und Bürgeranliegen, Pressesprecherin
Alter Markt 6
39104 Magdeburg
Telefon: (03 91) 5 40 27 69
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