Bocholt, 01. Januar 2003
Kampagne "Altbau Optimal" startet
Geld und Energie sparen - Umwelt schonen / Infoabend am 9. Januar
Bocholt (pd).
Kälte und Zugluft im Wohnzimmer? Unerfreulich hohe Heizöl- oder Gasrechnungen? Über Stromkosten besser schweigen? Ständig Feuchtigkeit und Schimmelprobleme? Dann wird`s Zeit, etwas zu tun! Viele Häuser, die vor 1995 gebaut wurden, haben im kalten Winter und im heißen Sommer deutlich spürbare Probleme. Das schadet dem individuellen Wohlbefinden und Komfort, aber auch der Umwelt. Viel Energie wird sinnlos vergeudet, und Klimaschutz tut bekanntlich Not.
Aus diesem Grunde starten das Umweltreferat der Stadt Bocholt und die Kreishandwerkerschaft Borken/Bocholt gemeinsam die Kampagne "Altbau Optimal". Jede Menge wertvolle Tipps, Beratungsangebote und Informationen in unterschiedlichster Form werden von Januar bis Ende März angeboten. So können Bocholter Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer zum Beispiel mit etwas Glück "Zuschüsse" zur frühzeitigen Sanierung ihrer veralteten Heizanlage gewinnen, ihr Wohnhaus mit einer auf – 196°C gekühlten Kamera fotografieren lassen oder an einer Exkursion zu einem mit Wärmedämmverbundsystem erfolgreich sanierten Gebäude teilnehmen.
"An der Kampagne beteiligen sich auch die qualifizierten Handwerksfirmen vor Ort. Denn sie sind oft die ersten Ansprechpartner für die Bürgerinnen und Bürger", erläutert Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Dr. Dieter Abels. "Aber auch Bocholter Architekten, Schornsteinfeger, WEVAG und BEW sind mit von der Partie", ergänzt Angela Theurich vom Umweltreferat.
Den Auftakt der Kampagne bildet ein Informationsabend am Donnerstag, 9. Januar 2003, zum Thema "Altbau richtig sanieren". Die Veranstaltung findet im Ratssaal des Bocholter Rathauses Berliner Platz 1 statt und beginnt um 19.30 Uhr.
Referentin Maria Feldhaus ist Architektin in Aachen. In einem Fachvortrag wird sie die verschiedenen Aspekte bei der Sanierung älterer Gebäude beleuchten. Denn wer den Nutzwert seines Hauses verbessern und die Bausubstanz schützen will, der sollte abgestimmte Maßnahmen ergreifen und nicht in wilden Aktionismus verfallen. "Darüber hinaus werden die Stadt Bocholt und die örtlichen Bezirksschornsteinfegermeister an diesem Abend ihre neuen Beratungsangebote vorstellen", erklärt Umweltreferentin Theurich. "Die Angebote wurden speziell für Eigentümerinnen und Eigentümer älterer Wohngebäude konzipiert und können eine große Hilfe sein."
Das komplette Programm der Kampagne "Altbau Optimal" ist ab sofort im Rathaus der Stadt Bocholt erhältlich. "Etwa 80 % der gesamten Wohnfläche in der BRD wurde vor 1983 errichtet. Abhängig von Baujahr und bereits durchgeführten Modernisierungen könnte der Heizenergiebedarf um bis zu 3/4 gesenkt werden. Der Stromverbrauch ließe sich zu 1/3 vermeiden", so Umweltreferentin Theurich. Wie überall in Deutschland liege auch in Bocholt ein großes CO2-Minderungspotenzial im Bereich älterer Häuser. Das betrifft sowohl die Verbesserung der Außenhülle als auch die Erneuerung alter Heizanlagen.
Weitere Auskünfte erteilt Angela Theurich unter Tel. 02871/953-137 oder unter Email atheuric@mail.bocholt.de. Das Programm und alle Infos sind auch im Internet abrufbar unter www.bocholt.de.