Leer -Die politischen Gremien des Landkreises Leer haben für das Kreiskrankenhaus alle Weichen für eine breite medizinische Angebotsstruktur für die Bevölkerung und eine wirtschaftlich erfolgreiche Zukunft des Kreiskrankenhauses gestellt. Darauf weist Landrat Bernhard Bramlage unter Bezug auf eine anderslautende Bewertung in einem Presseartikel der Ostfriesen-Zeitung hin.
Der Landkreis hätte es begrüßt, wenn das Borromäus-Hospital den gemeinsam begonnenen Weg in die Richtung einer organisatorischen und wirtschaftlichen Zusammenführung der Krankenhäuser in Leer mitgegangen wäre. Leider habe sich das Borromäus-Hospital aber für einen eigenen Weg entschieden, so Bramlage weiter. Aber bereits im Rahmen der Kooperationsverhandlungen habe der Landkreis die Grundsatzentscheidung für eine Umwandlung des Eigenbetriebes in eine GmbH getroffen. Die Vorbereitungen dafür würden laufen und den Gremien im Frühjahr zur Entscheidung vorgelegt.
Der Kreistag habe außerdem im Interesse der Zukunftssicherung des Kreiskrankenhauses, aber auch im Interesse des Erhalts einer Augenabteilung am Kreiskrankenhaus die schwierige Entscheidung getroffen, die Hauptabteilung in eine Belegabteilung umzuwandeln. Schließlich sei im Interesse der Verbreiterung des medizinischen Angebots für die Bevölkerung, aber auch zur Erschließung wirtschaftlicher Vorteile, die Verwaltung von den politischen Gremien beauftragt worden, die Grundlagen für eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Kreiskrankenhaus und der Ammerland-Klinik GmbH in Westerstede zu schaffen. Die Gespräche darüber würden intensiv geführt und schon bald werde es konkrete Ergebnisse geben. Dies sei ein Beweis, dass Kooperationen sehr wohl auch über Kreisgrenzen hinweg möglich seien. Das Kreiskrankenhaus sei im übrigen örtlicher Vorreiter bei der Entscheidung für die Einführung des neuen DRG-Abrechnungssystems gewesen.
Der in der letzten Sitzung des Kreistages verabschiedete Wirtschaftsplan des Kreiskrankenhauses weise für das Jahr 2003 trotz der wirtschaftlich schwierigen Situation einen Gewinn in Höhe von 217.000 € aus. In den folgenden Jahren sei davon auszugehen, dass die eingeleiteten Maßnahmen positive wirtschaftliche Auswirkungen haben werden. Auch in diesem Punkt müsse dem Presseartikel widersprochen werden, der von einem zukünftigen Finanzloch in Millionenhöhe spreche, so Bramlage.
Bei den Beratungen im Werksausschuss des Kreiskrankenhauses und im Kreistag wurde nach Aussage von Landrat Bramlage in besonderem Maße deutlich, dass die politischen Gremien des Landkreises sich ihrer Verantwortung für das Kreiskrankanhaus bewusst sind und es in Kooperation mit anderen Krankenhäusern mit einem breiten Angebotsspektrum und auf wirtschaftlich gesunder Grundlage in eine erfolgreiche Zukunft führen wollen.
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