Magdeburg ist auf andauernd hohen Elbe-Pegel gut vorbereitet
Hochwasser-Scheitel nähert sich der Landeshauptstadt
Magdeburg.
In Magdeburg ist der Höchststand der Elbe fast erreicht. 5,75 Meter zeigte der Pegel heute Nachmittag an der Magdeburger Strombrücke, bis morgen rechnen die Experten nur noch mit wenigen Zentimetern Zuwachs. Da die Saale – trotz fallender Wasserstände – weiterhin viel Wasser in die Elbe speist wird der Höchststand einige Tage anhalten.
Für Elbe und Umflut in der Landeshauptstadt gilt weiterhin Hochwasserwarnstufe III. "Wir sind auf einen langen Scheitel eingestellt und für alle Fälle gerüstet", so der Leiter des städtischen Krisenstabes Holger Platz. Die Deichwachen sind weiterhin rund um die Uhr im Einsatz, um Schäden an den Wällen umgehend zu melden. Inzwischen gibt es ostelbisch erste Sickerstellen in Prester, Randau und Cracau. "Das ist angesichts der enormen Belastung, die die Deiche aushalten müssen nicht ungewöhnlich und bislang ungefährlich", schätzt Holger Platz die aktuelle Lage ein. Die Feuerwehr hat 1.000 Sandsäcke sofort verfügbar, bei Bedarf können weitere gefüllt werden.
Wegen der anhaltend strengen Fröste wird in den nächsten Tagen die Eisbildung auf der Elbe und im Umflutkanal zunehmen. "Das wird zunächst durch die Deichwachen beobachtet", erklärt der Einsatzleiter. "So lange das Eis kontinuierlich abfließt, besteht keine Gefahr. Nur wenn es sich aufstaut oder am Deich festsetzt, müssen wir eingreifen." Die Feuerwehr ist vorbereitet, in den nächsten Tagen Eisschollen zu zerkleinern. "Bei hartnäckigen Vereisungen werden wir Sprengstoff einsetzen", kündigt Holger Platz an. "Ich möchte deshalb darauf hinweisen, das die Deiche aufgrund der aktuellen Hochwasser-Situation nicht betreten werden dürfen." Bei notwendigen Sprengungen sind unbedingt die Anweisungen der Einsatzkräfte zu befolgen. Außerdem weist der Krisenstab darauf hin, dass das Betreten der Eisflächen im Umflutgelände verboten ist.
An den Nebenflüssen im Stadtgebiet hat sich die Situation weiterhin stabilisiert. An der Furtlake und im Ehlegrund bleibt das THW mit Pumptechnik im Einsatz, um den Wasserstand niedrig zu halten.
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