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Magdeburg, 10. Januar 2003
Eine Reise um die Welt
nachtcafé angelesen

Magdeburg. Die 23jährige Autorin Marie Pohl ist am Freitag, 17. Januar, 22 Uhr, zu Gast im "nachtcafé angelesen" und stellt ihren Roman "Maries Reise" vor.

"Was ist das für eine Zeit, dachte ich, diese Anfangs-Aufbau-Zeit im Leben eines Menschen? Ich fange an, mein Leben aufzubauen, und ich frage mich: ,Was bauen denn die anderen Zwanzigjährigen so? Runde Häuser? Eckige? Schwarze? Weisse oder bunte?‘". Marie Pohl ist 1979 geboren, hat in Deutschland, in Amerika und in Madrid gelebt. Berlin, Havanna, Buenos Aires, San Francisco, Hanoi, Jerusalem, Tbilissi, Helsinki sind die Stationen von "Maries Reise". Im Jahr 2000 bereist die damals 20jährige innerhalb von neun Monaten diese Städte, um die interessantesten Personen ihrer Generation kennen zu lernen. Weil sie die Reise nicht selbst finanzieren kann, verfasst sie ein Exposé, das sie an Zeitschriften und Verlage schickt. Für den Verlag Rogner & Bernhard schreibt sie als Leseprobe einen Pilot-Text über junge Leute in Berlin – und bekommt die Flugtickets bezahlt plus 1000 DM pro Reisestation. Es wird eine eigenwillige und mutige Reise. Marie Pohl lebt, liebt, tanzt und sammelt Geschichten. Von Carletto, dem unglücklichen Matrosen, dem jedes Schiff untergeht, wenn er den Fuß darauf setzt. Von einem wortkargen Computermultimillionär in San Francisco, der den ersten MP3-Player Winamp erfunden und für 70 Millionen Dollar an AOL verkauft hat. Von der besten Tangotänzerin in Buenos Aires. Über verbotene und gefährliche Motorradrennen in Hanoi. Über eine israelische Siedlerin in der Nähe von Ramallah. Von einem Kubaner, der eine Kubanerin liebt, aber eine Schwedin heiratet, damit er Kuba verlassen kann ... "Maries Reise" ist ein Reise-Roman, der in erster Linie Geschichten erzählt und mit seiner "suchenden" Hauptfigur auch eine Generation und ihre Zeit beschreiben möchte.

"Ein spannender und gut beobachteter Reisebericht" Die Welt

"Pohl isst schleimige Schlangensuppe in Vietnam und guckt nächtelang den Tangotänzern in Buenos Aires zu, sie findet einen Matrosen, der jedem Schiff den Untergang bringt und stellt fest, dass im leisen Finnland sogar Besoffene lautlos torkeln" Berliner Zeitung

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