Eine Reise um die Welt
nachtcafé angelesen
Magdeburg.
Die 23jährige Autorin Marie Pohl ist am Freitag, 17. Januar, 22 Uhr, zu
Gast im "nachtcafé angelesen" und stellt ihren Roman "Maries Reise" vor.
"Was ist das für eine Zeit, dachte ich, diese Anfangs-Aufbau-Zeit im
Leben eines Menschen? Ich fange an, mein Leben aufzubauen, und ich frage
mich: ,Was bauen denn die anderen Zwanzigjährigen so? Runde Häuser?
Eckige? Schwarze? Weisse oder bunte?‘".
Marie Pohl ist 1979 geboren, hat in Deutschland, in Amerika und in
Madrid gelebt. Berlin, Havanna, Buenos Aires, San Francisco, Hanoi,
Jerusalem, Tbilissi, Helsinki sind die Stationen von "Maries Reise". Im
Jahr 2000 bereist die damals 20jährige innerhalb von neun Monaten diese
Städte, um die interessantesten Personen ihrer Generation kennen zu
lernen. Weil sie die Reise nicht selbst finanzieren kann, verfasst sie
ein Exposé, das sie an Zeitschriften und Verlage schickt. Für den Verlag
Rogner & Bernhard schreibt sie als Leseprobe einen Pilot-Text über junge
Leute in Berlin – und bekommt die Flugtickets bezahlt plus 1000 DM pro
Reisestation. Es wird eine eigenwillige und mutige Reise. Marie Pohl
lebt, liebt, tanzt und sammelt Geschichten. Von Carletto, dem
unglücklichen Matrosen, dem jedes Schiff untergeht, wenn er den Fuß
darauf setzt. Von einem wortkargen Computermultimillionär in San
Francisco, der den ersten MP3-Player Winamp erfunden und für 70
Millionen Dollar an AOL verkauft hat. Von der besten Tangotänzerin in
Buenos Aires. Über verbotene und gefährliche Motorradrennen in Hanoi.
Über eine israelische Siedlerin in der Nähe von Ramallah. Von einem
Kubaner, der eine Kubanerin liebt, aber eine Schwedin heiratet, damit er
Kuba verlassen kann ... "Maries Reise" ist ein Reise-Roman, der in
erster Linie Geschichten erzählt und mit seiner "suchenden" Hauptfigur
auch eine Generation und ihre Zeit beschreiben möchte.
"Ein spannender und gut beobachteter Reisebericht" Die Welt
"Pohl isst schleimige Schlangensuppe in Vietnam und guckt nächtelang den
Tangotänzern in Buenos Aires zu, sie findet einen Matrosen, der jedem
Schiff den Untergang bringt und stellt fest, dass im leisen Finnland
sogar Besoffene lautlos torkeln"
Berliner Zeitung
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