Hochwasser-Scheitel hat Magdeburg erreicht
Magdeburg.
Der Scheitel des aktuellen Elbe-Hochwassers hat die Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts erreicht. Seit gestern Abend stagniert der Pegel bei 5,84 Metern. In Barby, südlich von Magdeburg geht der Pegel schon wieder zurück. "Für Magdeburg erwarten wir ab morgen sinkende Wasserstände", gibt der Leiter des Einsatzstabes bei der Stadt, Holger Platz, eine vorsichtige Prognose für die nächsten Tage. "Um ca. 10 Zentimeter wird das Wasser pro Tag zurück gehen."
Die Lage an den Deichen ist stabil. Allerdings hat die Zahl der Sickerstellen zugenommen. "Das ist angesichts des enormen Drucks, der auf den Deichen liegt, nichts Ungewöhnliches", so der Einsatzleiter. "An der Elbe und im Umflutgelände sind weiterhin rund um die Uhr Deichwachen im Einsatz, die Sickerstellen sofort melden, damit die Feuerwehr gegebenenfalls eingreifen kann."
Durch die hohe Fließgeschwindigkeit kann das Eis derzeit gut abfließen. "Falls sich Aufstauungen bilden, müssen wir das Eis sprengen. Dafür stehen Spezialkräfte von Polizei und Bundeswehr in Bereitschaft", so Holger Platz.
Sorge bereitet den Verantwortlichen der angekündigte Wetterwechsel. "Falls in größerem Maße Regen einsetzt, wird der Elbe-Pegel langsamer sinken oder sogar wieder ansteigen", schätzt Roland Günther vom Landesbetrieb für Hochwasserschutz ein. Der Stab für außergewöhnliche Ereignisse bleibt deshalb weiterhin im Einsatz und wird die Wetterentwicklung besonders aufmerksam verfolgen, um rechtzeitig Vorkehrungen für steigende Pegelstände an der Elbe und auch an den Nebenflüssen treffen zu können.
Dort ist die Lage derzeit stabil, aus der Furtlake muss allerdings weiterhin Wasser abgepumpt werden, um Überschwemmungen einzudämmen.
Feuerwehr und Ordnungsamt weisen nochmals darauf hin, dass das Betreten der Deiche streng verboten ist. Auch das Betreten der Eisflächen und das Jagen im Umflutgelände ist weiterhin verboten.
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