Hochwasser-Situation entspannt sich langsam
Magdeburg.
Das Elbe-Hochwasser im Raum Magdeburg geht weiter zurück. Heute morgen stand der Pegel an der Strombrücke bei 5,44 Metern, bis zum Ende der Woche werden die Wasserstände voraussichtlich über der 5-Meter-Marke verharren. "Es ist das angekündigte lange Hochwasser, das wir jetzt erleben", so der Leiter des Stabes für außergewöhnliche Ereignisse bei der Landeshauptstadt, Holger Platz. "Deshalb gilt unsere Aufmerksamkeit weiterhin den Deichen, die in den nächsten Tagen noch Schwerstarbeit leisten müssen."
Im Raum Magdeburg gilt weiter die Hochwasser-Warnstufe III. Die Deichwachen sind rund um die Uhr unterwegs. "Insbesondere im Umflutkanal hat sich viel Eis angesammelt, dort müssen wir aufpassen, dass das Eis sich nicht staut und an den Deichen festsetzt", nennt der Einsatzleiter einen Beobachtungsschwerpunkt der Deichwachen.
Nach Einsetzen des Tauwetters hat der Stab sich wieder verstärkt den kleineren Flüssen im Magdeburger Stadtgebiet zugewandt. Die Lage an Sülze und Schrote ist bislang unbedenklich. "An der Furtlake müssen wir die Pumpleistung flexibel den Wetterverhältnissen anpassen, damit der angrenzende Polder nicht zu schnell voll läuft", so Feuerwehrchef Helge Langenhan. Feuerwehr und Landesbetrieb für Hochwasserschutz sind mehrmals täglich vor Ort, um die Entwicklung der Wasserstände in diesem Bereich zu kontrollieren und mit dem THW, das dort im Einsatz ist, die erforderlichen Maßnahmen abzustimmen. "Unser Ziel ist es, den Wasserstand weiterhin auf dem seit einigen Tagen erreichten Niveau zu halten, damit Wohnhäuser nicht gefährdet werden", erklärt der Feuerwehrchef die Strategie des Stabes.
Die Niederschlagswahrscheinlichkeit soll in den kommenden Tagen sinken – gut für die kleinen Flüsse und Gräben, die dann "nur" das Schmelzwasser des tauenden Schnees aufnehmen müssen. "Da auch am Oberlauf der Elbe nur wenig Niederschlag fällt, ist von dort vorläufig keine neue Flutwelle zu erwarten", wagt Holger Platz eine vorsichtige Prognose. Trotzdem bleiben alle Einsatzkräfte in Bereitschaft. "Entwarnung können wir frühestens geben, wenn das Pretziener Wehr wieder geschlossen ist."
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