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Magdeburg, 14. Januar 2003
Magdeburg gedenkt seiner Zerstörung vor 58 Jahren

Magdeburg. Der 16. Januar ist bis heute für die Magdeburgerinnen und Magdeburger ein Tag der Trauer und des Andenkens an die Opfer von Krieg und Gewalt. Alljährlich erinnern wir uns an den Gräbern der Männer, Frauen und Kinder auf dem Magdeburger Westfriedhof an die Zerstörung unserer Stadt und an das Leid, das den Überlebenden zugefügt wurde.

Die Wunden, die dieser Tag unserer Heimatstadt geschlagen hat, sind bis heute nicht verheilt, auch wenn das Zentrum wieder dicht bebaut ist. Nie werden wir vergessen, was Krieg und Gewalt den Menschen zufügen können. Der 16. Januar ist uns deshalb auch in diesem Jahr Anlass, für ein Miteinander der Menschen in Frieden, gegenseitiger Achtung und Toleranz zu werben – überall auf der Welt.

Wo immer auf der Welt regionale Konflikte, Bürgerkriege, Umweltzerstörung und terroristische Gewalt Raum greifen - immer sind unschuldige Menschen, kulturelles Erbe und die Städte von diesen unfriedlichen Auseinandersetzungen betroffen. Das geht uns alle an, ganz gleich, wo in der Welt Zerstörung geschieht.

Der 16. Januar steht in Magdeburg traditionell im Zeichen des Gedenkens an die Zerstörung unserer Stadt im Zweiten Weltkrieg. Auch in diesem Jahr werden Gedenkkonzerte, Kranzniederlegungen und Friedensgebete daran erinnern. Die Magdeburgische Gesellschaft wird am Nachmittag ein Bronzemodell der Jacobikirche enthüllen – es ist das vierte Modell, das im Stadtzentrum an zerstörte Altstadtkirchen erinnert. Im Dom übergibt die Versöhnungsgemeinschaft der Cathedrale zu Coventry am Abend ein Nagelkreuz – auch dies ein Symbol der Friedenssehnsucht der Völker.

Die zentrale Gedenkfeier findet auch in diesem Jahr auf dem Westfriedhof statt. Ich lade alle Magdeburgerinnen und Magdeburger ein, mit ihrer Teilnahme an der Gedenkfeier für die Opfer der Zerstörung unserer Stadt am 16. Januar 1945 am Donnerstag um 15.30 Uhr auf dem Westfriedhof die Erinnerung an das unermessliche Leid und die schweren Verluste, die unsere Stadt vor 58 ertragen musste, wach zu halten. Unser Erinnern soll zugleich getragen sein von dem Willen, die Erhaltung des Friedens zu unterstützen.

Dr. Lutz Trümper Oberbürgermeister

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Stadt Magdeburg
Frau Dr. Cornelia Poenicke
Büro des Oberbürgermeisters
Teamleiter Öffentlichkeitsarbeit und Bürgeranliegen, Pressesprecherin
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39104 Magdeburg
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