Hinweise zur Vermeidung von Gebäudeschäden durch Grundwasser
Magdeburg.
Aufgrund des angestiegenen Grundwasserpegels sind unterirdische Bauwerke wie Keller, Zisternen und Grundleitungen gefährdet. Diese Gebäude sind in der Regel nicht gegen drückendes Wasser ausgelegt und können daher erheblichen Schaden nehmen. Hausbesitzer sollten deshalb folgende Hinweise beachten:
1. Keller:
Grundwasserstand beobachten, z.B. in nahegelegenen Gräben.
Bei eindringendem Wasser Keller nicht abdichten!
2. Regenwasserversickerungsanlagen:
Zisternen mit offenen Böden sind nicht gefährdet. Der Wasserstand muss beobachtet werden. Füllt sich die Zisterne mit Grundwasser, fehlt bei gleichzeitigem Regen das Speichervolumen, es droht Rückstau. Gegebenenfalls sollte das Wasser frei ins Gelände abgeleitet werden (z.B. durch Abbauen des Regenrohres).
3. Mulden Teiche etc.:
Offenen Sickermulden (v.a. im Stadtteil Cracau) füllen sich mit Grundwasser.
Kleinkinder beaufsichtigen!
4. Hausanschlüsse, Schächte:
Regelmäßig kontrollieren. Treten Verschiebungen auf, muss umgehend repariert werden, da das Abwasser sonst nicht mehr ablaufen kann.
5. dichte Betonkeller
Solche Bauwerke sind besonders gefährdet!
Bei drohendem Grundwasseranstieg sollte der Keller geflutet werden. Möglich sind entlastungsbohrungen in der Kellersohle. Durch diese Bohrungen kann gegebenenfalls das Wasser eindringen. Sie lassen sich später wieder verschließen. Das eindringende Wasser beschwert das Gebäude und verhindert statische Schäden.
6. dichte Zisternen:
Die Zisternen sollten mindestens halbvoll sein und müssen beobachtet werden. Wenn Pumpen vorhanden sind, sollten die Zisternen vollständig gefüllt werden.
7. Altbauten mit Keller
Der Grundwasserdruck ist schädlicher als eindringendes Wasser. Es kann zu plötzlichem Versagen von Konstruktionen kommen. Kellerböden und unbewehrte Estriche sind besonders gefährdet.
Wohnungen im Souterrain sollten geräumt werden, bis die Gefahr vorüber ist.
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