Skip navigation

Pressemitteilungen der Stadt Borken

Alle Meldungen | Medienarchiv | E-Mail Abo | Im Pressearchiv suchen

Nebel im Kanal

Stadt überprüft Abwassersystem

27. Januar 2003. Nebelschwaden steigen aus dem Boden hervor. Dämmrig beginnt der Tag. Aus dem nahegelegenen Wäldchen begrüßt der Kauz den Morgen. Das, was sich wie eine Szene aus der letzten Edgar-Wallace Wiederholung anmutet, ist die Überprüfung des Abwasserkanals in Gemen. Wie die Stadt mitteilt, wird Mitte dieser Woche das Kanalsystem in dem Gebiet, das durch die Straßen Landwehr, Ahauser Str. Coesfelder Str. und den Ramsdorfer Postweg eingegrenzt wird, überprüft.

Der Schmutzwasserkanal wird dazu abschnittsweise über einen Straßenschacht mit einem unbedenklichen Nebel gefüllt. Mitarbeiter der beauftragten Firma werden den Austritt des Nebels beobachten und dokumentieren. Kommt der Nebel aus dem Entlüftungsrohr der häuslichen Sanitäreinrichtungen, ist alles o. k.. Steigt aber der Nebel aus den Dachrinnen oder aus dem Gully der Auffahrt, liegt eine "Fehleinleitung" vor. In den Gebäuden selbst wird, aufgrund der mit wasserbefüllten Siphons, aus Toiletten und Waschbecken kein Nebel austreten.

Bei dieser Überprüfungsaktion soll festgestellt werden, wo es diese sogenannten Fehleinleitungen gibt. Damit ist gemeint, dass das Regenwasser einzelner Grundstücke fälschlicherweise über den Schmutzwasserkanal abgeleitet wird. Das hat zur Folge, dass es bei heftigen Regenfällen immer wieder zum Rückstau im Schmutzwasserkanal kommt. Ergebnis sind überflutete Keller in den Häusern, die über keine Rückschlagklappe verfügen. Die Entwässerungssatzung der Stadt schreibt im übrigen eine solche Schutzvorrichtung vor.

Die Grundstücke im Bereich Gemen werden mit Hilfe der sogenannten Trennkanalisation entwässert. Das bedeutet, dass es für das Schmutzwasser und für das Regenwasser getrennte Kanäle gibt. Wichtig ist, dass nur das Schmutzwasser zur Kläranlage abgeleitet und dort gereinigt wird. Das unbelastete Regenwasser gelangt über den eigenen Kanal in die dafür gebauten Regenrückhaltebecken an der Landwehr und im Peterskamp.

Pressesprecher Bernd Kemper erläutert, dass die Überprüfung des Kanalnetzes voraussichtlich zwei Wochen dauern wird. "Dort wo Anlieger die Kanäle zur Grundstücksentwässerung verkehrt angeschlossen haben, sprechen wir mit den Leuten. Sie werden darauf hingewiesen, dass innerhalb einer bestimmten Frist die Anschlüsse umzulegen sind." Weigert sich ein Grundstückseigentümer, so kann im äußersten Fall auch die Zuleitung geschlossen werden. "Aber dazu ist es bisher noch nie gekommen!" so Kemper abschließend.


Stadt Borken ist Mitglied bei www.presse-service.de. Dort können Sie Mitteilungen weiterer Pressestellen recherchieren und per E-Mail abonnieren.

Kontakt

Stadt Borken
Büro des Bürgermeisters
- Pressestelle -
Im Piepershagen 17
46325 Borken

Ansprechpartner:
Markus Lask
Leiter Büro des Bürgermeisters
Telefon: 02861/939-103
Telefax: 02861/939-253
E-Mail: pressestelle(at)borken.de

- - -

Besuchen Sie uns auch auf:

Facebook und Twitter: