Pressemeldung der Stadt Bocholt

Bocholt, 29. Januar 2003

Wochenmarkt soll attraktiver werden

Ab Februar: Besseres Erscheinungsbild, Stellplatzänderungen, zusätzliche Aktionsfläche im Bereich des Gasthausplatzes

Bocholt (pd).

Der Bocholter Wochenmarkt soll attraktiver werden: Unter dieser Maxime hat der Arbeitskreis Markt, dem die Vertreter der Markthändler, der Werbegemeinschaft, des Stadtmarketings und der Stadt Bocholt angehören, einige Neuheiten erarbeitet, die in der Hauptsache den Markt auf dem Gasthausplatz betreffen und ab Februar umgesetzt werden sollen.

Wichtigste Neuerungen: Ein kompakteres Erscheinungsbild durch Stellplatzverlagerungen sowie die Einrichtung einer zentralen Aktionsfläche, die eine Durchführung von Sonderaktionen ermöglicht. Ein breites Warenangebot, optimalen Kundenservice und Spitzenqualität – mit diesen Pfunden wollen die Markthändler betont wuchern. Darüber hinaus ist an Zusatzaktivitäten und Verabreichung von Kostproben gedacht.

"Der Bocholter Wochenmarkt ist fester und nicht mehr wegzudenkender Bestandteil des Versorgungsangebotes in der Innenstadt: Da gibt es frische Waren, dort ist aber auch ein Treffpunkt zum Bummeln und Klönen. Diese Qualitäten wollen wir – auch mit Blick auf die immer schwieriger werdenden Wettbewerbsmöglichkeiten – verstärken", so Hermann Weinerth, beim städtischen Fachbereich Öffentliche Ordnung zuständig für die Ausrichtung des Marktes. Ein bereits seit einigen Monaten umgesetztes Ergebnis der Überlegungen ist die Verlängerung des Samstagsmarktes auf 14 Uhr. Ebenso wurde in Zusammenarbeit mit den Händlern eine verbesserte Abfallentsorgung erreicht.

Eine Marktanalyse ergab: Freitags und Samstags läuft der Markt gut – im Gegensatz zu dienstags und donnerstags. Leerstände und "tote" oder beparkte Standflächen auf dem Gasthausplatz sind Weinerth und den 20 Markthändlern schon lange ein Dorn im Auge. Aufgrund der gewachsenen Gegebenheiten warfen neu gewonnene Händler nach kurzer Zeit wieder die Flinte ins Korn.

Die Folgen: Leerstände, ein geringeres Angebot und damit sinkende Attraktivität. Sinkende Attraktivität wiederum lässt Kunden ausbleiben, wodurch sich insbesondere auch für neue interessierte Händler die Frage nach der Rentabilität stellt. Diesem Kreislauf wollen die Beteiligten nunmehr entgegenwirken. Durch Gewinnung neuer Händler und eine geänderte Stellordnung mit festen Eckpunkten wird der Markt kompakter und geschlossener. Leerplätze oder beparkte Flächen sollen verschwinden. "Weg von den engen Budengassen, dafür mehr Bummelcharakter", erhofft sich Weinerth. Abgerundet werden soll der Marktbesuch zusätzlich durch ein gastronomisches Angebot an Getränken und Speisen.

Die Freifläche in der Mitte des Marktes soll dienstags, donnerstags und samstags als Kreuzungspunkt zwischen den Ständen dienen und für Zusatzaktivitäten genutzt werden. Z. B. ist laut Weinerth geplant, hier den ESB-Beratungsbus (erster Termin am 8. Februar) zu platzieren und unterhaltsame Sonderaktionen wie z.B. Schätzwettbewerbe, Ausspielungen, Auftritte unter dem Leitmotiv "Buntes Markttreiben" oder "Frühlingserwachen" auszurichten. "Ferner wollen wir den örtlichen Vereinen und Gruppen die Gelegenheit anbieten, sich zu präsentieren oder Ausstellungen zu veranstalten", so Weinerth über die Vorstellungen des Arbeitskreises.

Marktsprecher Hans-Jürgen Heßling meint dazu: "Wir haben um eine gute Lösung gerungen. Einigen von uns ist es nicht leichtgefallen, den angestammten Standplatz aufzugeben. Im Gesamtinteresse des Marktes und der Attraktivitätssteigerung haben wir uns aber dazu bereit erklärt." Damit die Kunden jedoch "ihren" Marktbeschicker auf dem neu geordneten Gasthausplatz wiederfinden, werden zur Zeit Flyer mit Standortbeschreibung verteilt.

Auch Fachbereichsleiter Johannes Kolks zeigt sich mit dem erreichten Zwischenergebnis zufrieden: "Letzlich kam dieser Kompromiss nur durch die Einsicht und Kooperationsbereitschaft der betroffenen Beschicker zustande. Nachdem wir den ersten Knoten durchschlagen haben, können wir nun weiter gemeinsam für den gesamten Wochenmarkt, d. h. Gasthausplatz und Historischen Rathausvorplatz, planen."

Zur Finanzierung der neuen Aktivitäten hat die Interessengemeinschaft Markt einen Werbepool gebildet. Gemeinsam mit Stadtmarketing, Werbegemeinschaft und der Stadt Bocholt sollen öffentlichkeitswirksame Werbemaßnahmen wie o.g. Sonderaktionen, Anzeigen - auch überregional und in niederländischen Medien - , Flyer u.ä. bezahlt werden. Die von der Beschickerversammlung gewählten Vertreter Hans-Jürgen Heßling, Manfred Coenen, Rolf Leidiger und Hans-Anton Weyers werden in Kooperation mit der Stadt die Aktivitäten leiten.

Neben den Änderungen auf dem Gasthausplatz sollen die Händler vor dem Historischen Rathaus im Rahmen des Marktplatz-Umbaus eine bessere Strom- und Wasserversorgung erhalten. Für die Umbauphase des Marktplatzes vor dem Historischen Rathaus wird in den nächsten Wochen der Blumenmarkt auf den Liebfrauenplatz verlagert.

Der Flyer ist auch auf dem Internetportal der Stadt Bocholt unter www.bocholt.de zu sehen und wird dort auch zum Herunterladen angeboten.


Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgendes Medium anbieten:

In dieser Reihenfolge präsentieren sich die Marktstände ab Februar.