"Land und Bund müssen Bürger vor gefährlichen Hunden schützen!"
Magdeburgs OB zur Aufhebung der Kampfhundeverordnung
Magdeburg.
Für Magdeburgs Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper ist es unakzeptabel, dass Sachsen-Anhalt kein neues Kampfhundegesetz erlassen will, nachdem das Oberverwaltungsgericht die Kampfhundeverordnung des Landes aufgehoben hat. "Es kann nicht sein, dass hier die Verantwortung einmal mehr auf die Kommunen abgewälzt wird, wie es die FDP fordert."
Der Schutz der Bürger vor aggressiven und gefährlichen Hunderassen kann nur über gesetzliche Regelungen von Bund und Ländern gewährleistet werden. "Die Spielräume der Kommunen, hier präventiv wirksam zu werden, sind eher gering", so das Magdeburger Stadtoberhaupt. "Gleichwohl werden wir prüfen, ob wir unsere Gefahrenabwehrverordnung verschärfen, um gegen auffällig gewordene Hunde und deren Halter entschiedener vorgehen zu können."
Magdeburgs Oberbürgermeister wünscht sich mehr Prävention und sieht vor allem das Land in der Verantwortung, dafür gesetzliche Grundlagen zu schaffen. "Die Kommunen können erst eingreifen, wenn etwas vorgefallen ist, das Kind quasi im Brunnen liegt."
|