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Stadtmuseum mit attraktivem Foyer
Überzeugende Planung und kostenbewusste Realisierung
Borken - 03. März 2003. Es ist weiterhin etwas versteckt gelegen, aber es ist sehr fein geworden. Das Foyer des Stadtmuseums Borken hat nach sorgfältiger Planung eine Einrichtung aus einem Guss erhalten.
Die beiden mit der Gestaltung beauftragten Architekten Klaus Wildner und Ulrich Falke (Borken) sind der unübersichtlichen Raumstruktur und den verschiedenen Nutzungsansprüchen bei begrenztem Etat überzeugend gerecht geworden. Leichtbauwände verkürzen Nischenbereiche und separieren die Garderobe und eine kleine Kaffeeküche. Durchgängige waagerechte Linienführungen, einheitliches Material und gestalterische Strenge binden den vielgliedrigen Raum optisch zusammen und machen ihn sehr übersichtlich. Ob die umlaufende, schlichte Wandvertäfelung, die Informations- und Aufsichtstheke, die fahrbaren Präsentationselemente im Shop-Bereich oder die Tische, Stühle und niedrigen Regale im Lese- und Café-Bereich: Alle Elemente sind aus durchgefärbten anthrazitfarbenen, in der Verarbeitung preiswerten MDF-Platten gefertigt und auf drei Höhen ausgerichtet. Der auf die Oberflächen aufgebrachte Klarlack lässt feine Späne wohldosiert sichtbar bleiben, so dass der dunkle Farbton nicht abweisend wirkt.
Von entscheidender Wirkung ist zudem eine veränderte Beleuchtung. Preiswerte, in die Decke eingelassene Downlights beenden auf angenehme Weise die unruhige Neonröhren-Atmosphäre, einfache Funktionsstrahler liefern als Deckenfluter in den Bereichen, die ins Auge fallen sollen, besondere Helligkeit. Sie markieren den reaktivierten alten Eingang und den Treppenaufgang und setzen die Lese- und Bistrotische im hinteren Bereich ins Licht. Dort können sich Museumsbesucher bei einer Tasse Kaffee oder anderen Getränken in Ausstellungskataloge und Zeitschriften und in die stadt- und regionalgeschichtliche Literatur vertiefen, die nun in deutlich größerem Sortiment angeboten wird. Zuvorkommenden Service bieten die maßgeblich vom Heimatverein Borken gestellten Aufsichtspersonen. Der Vereinsvorstand und die Aufsichtführenden sind bei den wesentlichen Planungsschritten denn auch ausführlich einbezogen worden.
Das durch große Passagenfenster einsehbare Foyer entfaltet seine neue, museumsgerechte Ausstrahlung nicht zuletzt durch einen gestalterischen Clou. Die beiden im Raum verbliebenen vierreckigen Säulen sind mit Leuchtstoffröhren ausgestattet, die einen Kontrapunkt zu den vorherrschenden waagerechten Linien liefern und mit ihrem warmen, gelblichen Licht einen besonderen Blickfang darstellen. Mit dieser Einrichtung hat die vom Rat der Stadt Borken im Frühjahr 2002 beschlossene räumliche Erweiterung des Erdgeschosses ihren Abschluss gefunden. Nun steht noch die Ausstattung der Wände an. Aussagekräftige historische Fotos sollen in Absprache mit dem Heimatverein den stadtgeschichtlichen Schwerpunkt des Museums vermitteln, von außen gut einsehbare Wände die gerahmten Plakate zu den aktuellen Sonderausstellungen aufnehmen. Außerdem soll im Eingangsbereich mit einem besonderen Exponat-Ensemble auf die zu erneuernde stadtgeschichtliche Dauerausstellung verwiesen werden. Das Stadtmuseum Borken wird somit auch weiterhin in Bewegung bleiben.
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