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Lautstärke runterdrehen?
Borken - 12. März 2003. (wen). Schlafbedürfnis und gute Laune - ein Widerspruch? Zur Frage, wie viel Veranstaltungen in der Innenstadt sinnvoll sind, haben sich gestern bei BZ direkt zahlreiche Anrufer gemeldet.
BZ-Leser Reinhold Burger machte darauf aufmerksam, dass der Marktplatz nicht allzu weit vom Krankenhaus entfernt liege. Als er dort stationär behandelt wurde, feierte Borken gerade sein Stadtfest zum Jubiläum. Burgers: "Ich konnte nur mit Ohropax schlafen.
Jörg Schneider meint dagegen: "Veranstaltungen auf dem Markt können ruhig häufiger stattfinden." Ein Weseker sieht gar ein "Fröhlichkeitsverbot". Kerstin Becker hat dagegen ein Kompromiss-Angebot. Sie schlägt vor, dass die Musik ab 22 Uhr nur mit halber Lautstärke spielen darf. Feiern ohne die Nachbarn zu verärgern, ein solcher Kompromiss müsse doch möglich sein.
Ferdinand Sengen ist Anlieger am Marktplatz und hält eine Karnevalsfete "für uns als Anlieger unzumutbar". Schon jetzt ärgern den Borkener Randale und Vandalisums, beschmierte Wände und kaputte Flaschen nach feucht-fröhlichen Feiern. Das Verbot hält Sengen für berechtigt, weil von der Feier "nur zwei Wirte proftiert" hätten. Die Leute hätten doch trotzdem Karneval gefeiert, sagt Sengen.
"Seit über dreißig Jahren ist der Marktplatz mein Vorgarten", schreibt Paul Geuting. "Für Bürger in ruhigen Wohnquartieren unserer Stadt dürfte die mittlerweile unzumutbare Lärmbelästigung in der Innenstadt nur schwer vorstellbar sein. Wenn aber schon Einwohner aus Hoxfeld live hören können, dass es nächtens mal wieder in der Borkener Innenstadt rund geht, erfahre ich gelegentlich auch bedauernde Zustimmung für mein Klagen. Da der Terminkalender solcher Events immer dichter wird, bleibt kaum noch die Flucht. Es gibt einige Veranstaltungen auf dem Marktplatz die nicht stören und einigen störenden kann ich entfliehen. Noch mehr? Nein, das Maß ist voll", meint der BZ-Leser.
Borkener Zeitung - 11. 03. 2003
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