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Leverkusen, 18. März 2003

Positive Zwischenbilanz für PASS

Nach dem Start des von der Stadt Leverkusen, der Job Service Leverkusen (JSL gGmbH) und dem Arbeitsamt gemeinsam eingerichteten Portals für Arbeit und Soziales (PASS) im Spätsommer vergangenen Jahres konnte Sozialdezernent Frank Stein nun eine erste positive Zwischenbilanz ziehen:

Die statistische Auswertung der Monate Oktober 2002 bis Februar 2003 erbrachte dabei durchaus erfreuliche Ergebnisse. So ging die Zahl der Neuzugänge in die Sozialhilfe im Berichtszeitraum um 40 Prozent zurück: waren es im Oktober noch 159, so betrug diese Zahl im November 109, im Dezember 101, im Januar 85 und im Februar 94 Fälle. Dies liegt deutlich unter dem langjährigen Mittelwert von ca. 150 neuen Sozialhilfefällen pro Monat.

Den insgesamt 548 neuen Sozialhilfeempfängern des Berichtszeitraums Oktober 2002 bis Februar 2003 stehen 748 Abgänge gegenüber. Dies bedeutet, dass insgesamt eine Reduzierung der Fälle in der laufenden Sozialhilfegewährung von Oktober 2002 bis Februar 2003 um 200 auf 2.959 Fälle erreicht werden konnte.

Frank Stein: "Sicher sind die bisher vorliegenden Zahlen noch für einen zu kurzen Zeitraum erhoben worden, um jetzt schon langfristig belastbare Aussagen machen zu können. Auch die nach wie vor dramatisch schlechte Lage auf dem Arbeitsmarkt bereitet uns große Sorgen. Dennoch kann festgestellt werden, dass die mit PASS verfolgte Zielsetzung der Einstiegsvermeidung bisher in sehr erfreulicher Weise erreicht wurde." Trotz äußerst schwieriger gesamtwirtschaftlicher Rahmenbedingungen haben offenbar das von PASS ausgehende Signal "Arbeit vor Sozialhilfe", die intensive Beratungs- und Vermittlungsarbeit in PASS und die daran abknüpfende Direktvermittlung und Entwicklungsberatung der JSL deutliche Wirkung gezeigt. Auch die Installation einer arbeitsmedizinischen Untersuchung in unmittelbarem Zusammenhang mit der Erstvorsprache hat sich bewährt. So kann die Frage der Arbeitsfähigkeit ohne zeitliche Verzögerung geklärt werden.

Bemerkenswert ist weiterhin, dass ca. 50 Prozent der neuen Sozialhilfeempfänger sog. "Überbrückungsfälle" sind, die nur so lange Sozialhilfe beziehen und bis andere Sozialleistungsträger, insbesondere das Arbeitsamt, über die Leistungsanträge entschieden haben. Frank Stein: "Dieser Verschiebebahnhof muss so schnell wie möglich beendet werden. Daher ist die auf Bundesebene derzeit diskutierte Zusammenlegung von Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe so bald wie möglich zu realisieren."

Das Portal für Arbeit und Soziales wird auch zukünftig eine unverzichtbare Instanz zur richtigen Weichenstellung im Erstkontakt sein. Die Stadt Leverkusen und das Arbeitsamt Bergisch Gladbach erarbeiten derzeit eine umfassende Konzeption für die zukünftige Zusammenarbeit, um die bewährten örtlichen Strukturen auch nach der Umsetzung der Hartz-Vorschläge zu erhalten und in die neue Systematik der Arbeitsmarktpolitik einzufügen.

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