Bocholt, 02. April 2003
"Kein Jugendlicher soll sagen: Das wusste ich nicht"
149 junge Menschen nehmen Einzelberatung der Clearingstelle der Kreishandwerkerschaft Borken in Anspruch
Bocholt (pd).
Seit August 2001 gibt es in Bocholt die Beratungs- und Clearingstelle der Kreishandwerkerschaft Borken. Sie gibt beim Übergang Schule–Beruf Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 14 –25 Jahren Hilfestellung bei Berufs- und Lebensplanung. Bislang haben 149 junge Menschen eine Einzelberatung in Anspruch genommen. Das sagte Dieter Blümel von der Clearingsstelle im jüngsten Jugendhilfeausschuss vom 1. April.
Die Jugendliche weisen laut Blümel "schwierige Bildungsverläufe" auf. So hätten 52 % keinen Hauptschulabschluss, bei rund 30 % sei der Abschluss gefährdet. Zu den schulischen Schwierigkeiten addieren sich laut Blümel häufig weitere Problemfelder wie Finanzprobleme, soziales Umfeld, Drogen usw.
Ziel der Arbeit ist es laut Blümel, jedem Jugendlichen umfassende Informationen über seine Möglichkeiten zu geben sowie zumindest ein Angebot zu machen: "Kein Jugendlicher, der zu uns kommt, soll sagen: Das wusste ich nicht."
Neben Einzelberatungen gehören zum Angebot der Clearingstelle Gruppenangebote, Konzept- und Netzwerkarbeit mit anderen Institutionen, u.a. dem Fachbereich Jugend, Familie und Sport der Stadt Bocholt.
Zu finden ist die Beratungs- und Clearingstelle der Kreishandwerkerschaft auf der Crispinusstraße 11-13 in Bocholt, Tel. 02871/21 60 41 5.